Sehr geehrte Damen und Herren,
2025 haben wir mit einer Reihe strategischer Entscheidungen und realisierten Projekten die Initiative ergriffen und die Resilienz unserer Unternehmensgruppe gestärkt. Besonders in den Bereichen Tenside und Chlor zahlen sich Investitionen zeitnah aus und mit weiteren Investitionsplänen, etwa in unserem erfolgreichen Logistik-Geschäft, legen wir die Basis für weiteres Wachstum an unseren bestehenden Standorten. Eine wesentliche Entscheidung für die zukünftige Ergebnisverbesserung unseres Konzerns war auch die temporäre Stilllegung unser Siliziummetallproduktion in Island Mitte des Jahres, deren Betrieb wir nach jahrelangem Preisverfall aktuell nicht wirtschaftlich vertreten können. Die außerplanmäßige Wertminderung dieser Anlage in Höhe von 109,8 Millionen Euro drückte zwar als Einmaleffekt unser Konzernergebnis deutlich, das operative Ergebnis vor Abschreibungen lag dagegen mit 81,4 Millionen Euro nur um 7,5 Prozent unter Vorjahr, während der Umsatz leicht auf 923,6 Millionen Euro zurückging. Damit lagen wir im Markttrend und behaupteten uns dank unserer Innovationen, exzellentem Service und dem immer stärkeren Fokus auf individuelle kundenspezifische Anwendungen im aktuell außerordentlich schwierigen Marktumfeld.
Denn das Geschäftsjahr 2025 war für Unternehmen weltweit und besonders in den europäischen Industrien erneut voller Herausforderungen. Während der Ukraine-Krieg mit unverminderter Härte fortgeführt wurde, verschärften sich die geopolitischen Unsicherheiten durch die sich immer weiter zuspitzenden Konflikte im mittleren Osten. Das Wirtschaftswachstum war allgemein gedämpft. In Europa erlebten wir das dritte Krisenjahr in Folge, wobei sich die europäische Chemie, hier besonders die schrumpfende Basischemie, und die verarbeitende Industrie – traditionelle Zugpferde der hiesigen Volkswirtschaften – auf einem konjunkturellen Tiefpunkt befanden. Hinzu kamen die Belastungen durch die weiterhin sehr hohen Energie- und Rohstoffkosten sowie regulatorische Auflagen. Diese Wettbewerbsnachteile wurden durch Wettbewerbsverzerrungen wie die aggressive Subventions- und Expansionspolitik insbesondere Chinas verstärkt, womit unsere Abhängigkeit von Importen vieler kritischer Güter weiter zunahm.
2025 haben wir mit einer Reihe strategischer Entscheidungen und realisierten Projekten die Initiative ergriffen und die Resilienz unserer Unternehmensgruppe gestärkt. Besonders in den Bereichen Tenside und Chlor zahlen sich Investitionen zeitnah aus und mit weiteren Investitionsplänen, etwa in unserem erfolgreichen Logistik-Geschäft, legen wir die Basis für weiteres Wachstum an unseren bestehenden Standorten. Eine wesentliche Entscheidung für die zukünftige Ergebnisverbesserung unseres Konzerns war auch die temporäre Stilllegung unser Siliziummetallproduktion in Island Mitte des Jahres, deren Betrieb wir nach jahrelangem Preisverfall aktuell nicht wirtschaftlich vertreten können. Die außerplanmäßige Wertminderung dieser Anlage in Höhe von 109,8 Millionen Euro drückte zwar als Einmaleffekt unser Konzernergebnis deutlich, das operative Ergebnis vor Abschreibungen lag dagegen mit 81,4 Millionen Euro nur um 7,5 Prozent unter Vorjahr, während der Umsatz leicht auf 923,6 Millionen Euro zurückging. Damit lagen wir im Markttrend und behaupteten uns dank unserer Innovationen, exzellentem Service und dem immer stärkeren Fokus auf individuelle kundenspezifische Anwendungen im aktuell außerordentlich schwierigen Marktumfeld.
Denn das Geschäftsjahr 2025 war für Unternehmen weltweit und besonders in den europäischen Industrien erneut voller Herausforderungen. Während der Ukraine-Krieg mit unverminderter Härte fortgeführt wurde, verschärften sich die geopolitischen Unsicherheiten durch die sich immer weiter zuspitzenden Konflikte im mittleren Osten. Das Wirtschaftswachstum war allgemein gedämpft. In Europa erlebten wir das dritte Krisenjahr in Folge, wobei sich die europäische Chemie, hier besonders die schrumpfende Basischemie, und die verarbeitende Industrie – traditionelle Zugpferde der hiesigen Volkswirtschaften – auf einem konjunkturellen Tiefpunkt befanden. Hinzu kamen die Belastungen durch die weiterhin sehr hohen Energie- und Rohstoffkosten sowie regulatorische Auflagen. Diese Wettbewerbsnachteile wurden durch Wettbewerbsverzerrungen wie die aggressive Subventions- und Expansionspolitik insbesondere Chinas verstärkt, womit unsere Abhängigkeit von Importen vieler kritischer Güter weiter zunahm.
In unserer 2024 in Betrieb genommenen Alkoxylate-Anlage in Malaysia haben wir im vergangenen Jahr die Auslastung gesteigert.
Unsere Position als führender Anbieter von intermodalen Containertransporten in Polen wollen wir durch die Investition in neue Terminals festigen.
Vor diesen Herausforderungen dürfen wir in Europa jedoch nicht zurückschrecken, sondern sollten uns auf unsere Stärken besinnen: gesellschaftliche und wirtschaftliche Freiheit, gelebte kulturelle Vielfalt und daraus resultierende hohe Kreativität und Innovationskraft. Und vergessen wir nicht: Der Lebensstandard in Europa ist heute, allen Krisen zum Trotz, um 30 Prozent höher als zur Jahrtausendwende, die Lebenserwartung ist im Durchschnitt um drei Jahre gestiegen, die Kaufkraft der Bevölkerung wächst. Wir bei der PCC glauben an Europa!
Jedoch sind Korrekturen der wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen in Deutschland und Europa dringend erforderlich, um die Wettbewerbsfähigkeit unserer wohlstandsichernden Schlüsselindustrien wie der Chemie wiederherzustellen. Wir benötigen einen konsequenten Schutz vor Dumping, die überbordende Bürokratie und die Kostennachteile etwa bei Energie und Rohstoffen müssen abgebaut werden.
Wir als Unternehmensgruppe warten nicht tatenlos auf diesen Paradigmenwechsel, sondern ergreifen die Initiative. Die Inbetriebnahme zweier neuer Chloralkali-Elektrolyseure an unserem größten Produktionsstandort in Brzeg Dolny, Polen, ermöglicht uns einen flexiblen Produktionsbetrieb unter Ausnutzung der Preisschwankungen am Strommarkt. So können wir die Fahrweise der Anlage sowohl hinsichtlich der erzielten Marge als auch hinsichtlich Nachhaltigkeit im Betrieb optimieren, denn wir können nun noch mehr Strom aus erneuerbaren Quellen nutzen. Auch im Tenside-Segment, das 2025 mit zweistelligem Umsatzwachstum und deutlichem Ergebnisplus abschloss, zahlte sich die Inbetriebnahme einer neuen Ethoxylate-Produktion im polnischen Płock zeitnah aus. Mit der Anlage können wir unser Produktportfolio weiter diversifizieren und neue Anwendungsgebiete erschließen. Ein weiteres Beispiel ist unsere Oberhausener Gesellschaft PolyU GmbH, die mit ihren kundenspezifischen Spezialprodukten auf Polyole-Basis eine außergewöhnliche Performance erzielte.
Jedoch sind Korrekturen der wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen in Deutschland und Europa dringend erforderlich, um die Wettbewerbsfähigkeit unserer wohlstandsichernden Schlüsselindustrien wie der Chemie wiederherzustellen. Wir benötigen einen konsequenten Schutz vor Dumping, die überbordende Bürokratie und die Kostennachteile etwa bei Energie und Rohstoffen müssen abgebaut werden.
Wir als Unternehmensgruppe warten nicht tatenlos auf diesen Paradigmenwechsel, sondern ergreifen die Initiative. Die Inbetriebnahme zweier neuer Chloralkali-Elektrolyseure an unserem größten Produktionsstandort in Brzeg Dolny, Polen, ermöglicht uns einen flexiblen Produktionsbetrieb unter Ausnutzung der Preisschwankungen am Strommarkt. So können wir die Fahrweise der Anlage sowohl hinsichtlich der erzielten Marge als auch hinsichtlich Nachhaltigkeit im Betrieb optimieren, denn wir können nun noch mehr Strom aus erneuerbaren Quellen nutzen. Auch im Tenside-Segment, das 2025 mit zweistelligem Umsatzwachstum und deutlichem Ergebnisplus abschloss, zahlte sich die Inbetriebnahme einer neuen Ethoxylate-Produktion im polnischen Płock zeitnah aus. Mit der Anlage können wir unser Produktportfolio weiter diversifizieren und neue Anwendungsgebiete erschließen. Ein weiteres Beispiel ist unsere Oberhausener Gesellschaft PolyU GmbH, die mit ihren kundenspezifischen Spezialprodukten auf Polyole-Basis eine außergewöhnliche Performance erzielte.
Das neue Forschungs-
und Entwicklungszentrum der PCC-Chemiesegmente
an unserem großen
Produktionsstandort in Brzeg Dolny stärkt unsere Innovationskraft.
„Wie entschlossen wir
unseren Konzern im vergangenen Jahr auf Zukunftskurs gebracht
haben, zeigt das 2025
abermals deutlich erhöhte Investitionsvolumen von
173,8 Millionen Euro.“
Dr. Peter Wenzel
Vorstandsvorsitzender der PCC SE
Vorstandsvorsitzender der PCC SE
Einige unserer Standardprodukte, insbesondere im Segment Polyole & Derivate, waren dagegen im vergangenen Jahr erheblich unter Druck, vor allem aufgrund massiver Billigexporte aus China und anderen asiatischen Ländern. Dies betraf auch unsere neue, 2024 in Betrieb genommene Alkoxylate-Produktion in Malaysia, die wir zusammen mit der PETRONAS Chemicals Group betreiben, und besonders unsere schon erwähnte Siliziummetall-Anlage in Island, die seit Jahren mit anhaltendem Marktpreisverfall kämpft. In Malaysia haben wir 2025 die Auslastung gesteigert; die eingeleiteten Prozessverbesserungen zeigen Anfang 2026 eine deutliche Wirkung, wohingegen wir in Island den Cash-Abfluss nur durch die vorübergehende Stilllegung beenden konnten.
Wie entschlossen wir unseren Konzern trotz dieser gemischten Performance im vergangenen Jahr auf Zukunftskurs gebracht haben, zeigt das 2025 abermals deutlich erhöhte Investitionsvolumen von 173,8 Millionen Euro, mit Projekten vor allem in den Segmenten Chlor & Derivate, Tenside & Derivate und Logistik. Zu den Highlights unserer aktuellen Projekte gehören Planungen für zwei neue Containerterminals in Polen, eines in Küstennähe, ein zweites im Südosten des Landes. Für dieses erhielten wir 2025 die Zusage von EU-Subventionen über fast die Hälfte des vorgesehenen Investitionsvolumens, den Baustart planen wir für dieses Jahr. Damit bauen wir unsere hervorragende Position im polnischen und internationalen intermodalen Transportgeschäft weiter aus.
Das Ziel unserer Aktivitäten und Investitionen ist die Steigerung der wirtschaftlichen Resilienz. Dabei konzentrieren wir uns auf die kontinuierliche Kosten- und Per- formanceoptimierung in unseren Kerngeschäften. Durch Erweiterungsinvestitionen in unseren polnischen Werken, wie wir sie 2025 im Chlor- und Tenside-Segment realisiert haben und aktuell fortführen, schaffen wir Skaleneffekte und stärken so unsere Wettbewerbspositionen. In Bereichen, die nicht zum Kerngeschäft gehören, liegt unser Fokus auf konsequenter Kostenreduktion, unter anderem durch Maßnahmen wie den temporären Anlagenstillstand in Island.
Wir richten unsere Organisationsstruktur insgesamt immer mehr auf die Anwendungen bei unseren Kunden aus. Durch die Umsetzung von individuellen Kundenanforderungen können wir den Anteil von Produkten mit höherer Wertschöpfung in unserem Portfolio sukzessive erhöhen und damit die Anfälligkeit für Schwankungen bei Energie- und Rohstoffpreisen reduzieren. In fast allen Unternehmensbereichen setzen wir zur Verbesserung von Effizienz und Leistung auch verstärkt auf Künstliche Intelligenz.
Meine Kollegen im Vorstand der PCC SE und ich haben volles Vertrauen in Innovationskraft, Kompetenz und Engagement der Mitarbeitenden und Führungskräfte in unseren Beteiligungen. Mit klarem Fokus auf Kosten und Cashflow können wir auch in der aktuell herausfordernden und von Krisen geprägten Zeit mit Optimismus in die Zukunft blicken. Wir werden die sich uns bietenden Chancen weiter entschlossen nutzen und dabei unser konservatives Risikomanagement beibehalten, die Nachhaltig- keit in unserem Wirtschaften weiter vorantreiben und zuverlässig mit allen unseren Partnern zusammenarbeiten.
Im Namen des Vorstands der PCC SE möchte ich mich bei Ihnen, unseren sehr geschätzten Anlegern und Geschäftspartnern, für Ihr uns entgegengebrachtes Vertrauen bedanken. Mein Dank gilt auch Euch, liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, für Euer außergewöhnliches Engagement. Ich freue mich auf weitere gemeinsame Erfolge mit Ihnen allen.
Wie entschlossen wir unseren Konzern trotz dieser gemischten Performance im vergangenen Jahr auf Zukunftskurs gebracht haben, zeigt das 2025 abermals deutlich erhöhte Investitionsvolumen von 173,8 Millionen Euro, mit Projekten vor allem in den Segmenten Chlor & Derivate, Tenside & Derivate und Logistik. Zu den Highlights unserer aktuellen Projekte gehören Planungen für zwei neue Containerterminals in Polen, eines in Küstennähe, ein zweites im Südosten des Landes. Für dieses erhielten wir 2025 die Zusage von EU-Subventionen über fast die Hälfte des vorgesehenen Investitionsvolumens, den Baustart planen wir für dieses Jahr. Damit bauen wir unsere hervorragende Position im polnischen und internationalen intermodalen Transportgeschäft weiter aus.
Das Ziel unserer Aktivitäten und Investitionen ist die Steigerung der wirtschaftlichen Resilienz. Dabei konzentrieren wir uns auf die kontinuierliche Kosten- und Per- formanceoptimierung in unseren Kerngeschäften. Durch Erweiterungsinvestitionen in unseren polnischen Werken, wie wir sie 2025 im Chlor- und Tenside-Segment realisiert haben und aktuell fortführen, schaffen wir Skaleneffekte und stärken so unsere Wettbewerbspositionen. In Bereichen, die nicht zum Kerngeschäft gehören, liegt unser Fokus auf konsequenter Kostenreduktion, unter anderem durch Maßnahmen wie den temporären Anlagenstillstand in Island.
Wir richten unsere Organisationsstruktur insgesamt immer mehr auf die Anwendungen bei unseren Kunden aus. Durch die Umsetzung von individuellen Kundenanforderungen können wir den Anteil von Produkten mit höherer Wertschöpfung in unserem Portfolio sukzessive erhöhen und damit die Anfälligkeit für Schwankungen bei Energie- und Rohstoffpreisen reduzieren. In fast allen Unternehmensbereichen setzen wir zur Verbesserung von Effizienz und Leistung auch verstärkt auf Künstliche Intelligenz.
Meine Kollegen im Vorstand der PCC SE und ich haben volles Vertrauen in Innovationskraft, Kompetenz und Engagement der Mitarbeitenden und Führungskräfte in unseren Beteiligungen. Mit klarem Fokus auf Kosten und Cashflow können wir auch in der aktuell herausfordernden und von Krisen geprägten Zeit mit Optimismus in die Zukunft blicken. Wir werden die sich uns bietenden Chancen weiter entschlossen nutzen und dabei unser konservatives Risikomanagement beibehalten, die Nachhaltig- keit in unserem Wirtschaften weiter vorantreiben und zuverlässig mit allen unseren Partnern zusammenarbeiten.
Im Namen des Vorstands der PCC SE möchte ich mich bei Ihnen, unseren sehr geschätzten Anlegern und Geschäftspartnern, für Ihr uns entgegengebrachtes Vertrauen bedanken. Mein Dank gilt auch Euch, liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, für Euer außergewöhnliches Engagement. Ich freue mich auf weitere gemeinsame Erfolge mit Ihnen allen.
Ihr Peter Wenzel
Vorstandsvorsitzender der PCC SE
Vorstandsvorsitzender der PCC SE