Erläuterungen zu einzelnen Posten der Konzernbilanz

(19) Immaterielle Vermögenswerte

Die immateriellen Vermögenswerte umfassen gewerbliche Schutzrechte, Lizenzen und ähnliche Rechte, Geschäfts- oder Firmenwerte, selbst erstellte und entwickelte Vermögenswerte sowie Anzahlungen auf immaterielle Vermögenswerte. Die Nettobuchwerte verringerten sich von 53,0 Millionen € im Vorjahr auf 51,1 Millionen € zum 31. Dezember 2025.

Im Berichtsjahr wurden keine Wertminderungen erfasst (Vorjahr: 0,1 Millionen €). Auf immaterielle Vermögenswerte gab es zum Stichtag beschränkte Verfügungsberechtigungen in Höhe von 1,1 Millionen € (Vorjahr: 0,6 Millionen €). Es gab keine Verpflichtungen zu Investitionen in immaterielle Vermögenswerte, die auf bereits vertraglich vereinbarte, aber noch nicht abgeschlossene Investitionen entfallen (Vorjahr: 0,2 Millionen €).

In einem Tochterunternehmen werden Explorations- und Produktionstätigkeiten durchgeführt. Der in den immateriellen Vermögenswerten enthaltene Nettobuchwert aus diesem Sachverhalt beträgt zum Stichtag 0,1 Millionen € (Vorjahr: 0,1 Millionen €). Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden keine Explorationstätigkeiten durchgeführt. Für den PCC-Konzern ist dieser Sachverhalt nicht wesentlich, weshalb auf eine separate Darstellung in der Überleitungsrechnung verzichtet wird.
Geschäfts- oder Firmenwerte

Ein während der Erstkonsolidierung von Tochterunternehmen möglicher, nicht mehr zu verteilender aktivischer Unterschiedsbetrag wird in der Konzernbilanz als Goodwill ausgewiesen. Dieser Goodwill unterliegt keiner planmäßigen Abschreibung, sondern wird mindestens einmal jährlich gemäß IFRS 3 einer Werthaltigkeitsprüfung unterzogen.

Die Darstellung zeigt sämtliche im Konzern vorhandenen Geschäfts- oder Firmenwerte zum 31. Dezember 2025. Darin ist auch der aus dem Einzelabschluss übernommene Geschäfts- oder Firmenwert der US-Gesellschaft PCC Chemax, Inc., Piedmont (South Carolina), enthalten. Im abgelaufenen Geschäftsjahr gab es wie im Vorjahr weder Zugänge noch Abwertungen. Die Veränderung des Firmenwerts der PCC Chemax, Inc. resultiert aus einem Währungseffekt, da der Firmenwert in der zahlungsmittelgenerierenden Einheit der Gesellschaft, also in US-Dollar, geführt wird. Die jährlichen Werthaltigkeitsprüfungen wurden im vierten Quartal des Geschäftsjahres durchgeführt und basierten auf den jeweils von der Unternehmensführung genehmigten Planungen für die drei Folgejahre. Diese wurden durch standardisierte Wachstumsannahmen um zwei weitere Jahre verlängert, sodass die Ermittlung der ewigen Rente auf dem fünften Jahr aufsetzt. Der erzielbare Betrag wurde unter Verwendung des Nutzungswerts bestimmt. Als Wachstumsrate wurde wie im Vorjahr 1,0 % unterstellt. Die Planungsprämissen beruhen auf Erfahrungswerten und Schätzungen der jeweiligen Unternehmensführung unter Berücksichtigung zentral vorgegebener Globalpositionen wie Wechselkurse, Konjunkturannahmen, Marktwachstum oder Rohstoffpreise. Hierfür wurde auch auf externe Quellen zurückgegriffen. Weiterhin wurde auf die lokale Steuerrate von 19,0 % bei den polnischen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten und 23,6 % bei der US-amerikanischen zahlungsmittelgenerierenden Einheit abgestellt. Die Steuerraten waren unverändert zum Vorjahr. Der Kapitalkostensatz wurde wie im Vorjahr regionenspezifisch ermittelt. Er lag für Polen bei 9,11 % (Vorjahr: 9,19 %) und für die USA bei 8,41 % (Vorjahr: 8,34 %). Auch unter Berücksichtigung eines um 10 % veränderten Kapitalkostensatzes ergibt sich kein Wertminderungsbedarf.

(20) Sachanlagen

Der Nettobuchwert der Sachanlagen verringerte sich von 1.044,6 Millionen € im Vorjahr auf 976,1 Millionen € zum 31. Dezember 2025. Dies ist im Wesentlichen auf außerplanmäßige Wertminderungen auf die Siliziummetall-Anlage in Island zurückzuführen. Die Zugänge zu den Sachanlagen beliefen sich im Geschäftsjahr 2025 auf 140,4 Millionen € (Vorjahr: 101,5 Millionen €). Die Investitionen verteilten sich im Wesentlichen auf die Segmente Handel & Services, Chlor & Derivate, Logistik sowie auf die Projektentwicklungen im Segment Holding & Projekte. Des Weiteren wurden fortlaufende Ersatzinvestitionen getätigt. Die Zugänge zu den Abschreibungen auf Sachanlagen betrugen im abgelaufenen Geschäftsjahr 62,9 Millionen € (Vorjahr: 64,3 Millionen €). Die Wertminderungen auf Sachanlagen beliefen sich auf 116,2 Millionen € (Vorjahr: 2,1 Millionen €) und betreffen im Wesentlichen zuvor genannten Siliziummetall-Anlage im Segment Silizium & Derivate, die Schließung des Monochlorbenzol-Werks im Segment Chlor & Derivate sowie kleinere Anlagen im Segment Polyole & Derivate. Die Wertaufholungen sind im Berichts- und im Vorjahr von insgesamt nicht wesentlicher Bedeutung.

Bei vereinzelten Sachanlagen gab es zum Bilanzstichtag 2025 Beschränkungen von Verfügungsberechtigungen in Höhe von 524,2 Millionen € (Vorjahr: 545,4 Millionen €). Darüber hinaus dienen diese als Sicherheiten für Schulden. Insgesamt bestanden zum 31. Dezember 2025 Investitionsverpflichtungen in Höhe von 25,0 Millionen € (Vorjahr: 55,2 Millionen €), die auf bereits vertraglich vereinbarte, aber noch nicht abgeschlossene Investitionen entfielen. Des Weiteren wurden im Berichtsjahr 0,5 Millionen € (Vorjahr: 0,3 Millionen €) an Versicherungsentschädigungen vereinnahmt, die auf Sachanlagen entfielen.

(21) Nutzungsrechte

In der PCC-Gruppe liegen Leasingverträge insbesondere in den Bereichen bebauter und unbebauter Grundstücke sowie Gebäude, technischer Anlagen und Maschinen sowie in den Bereichen Betriebs- und Geschäftsausstattung und Fuhrpark vor. Zur Sicherstellung der Flexibilität werden mitunter Verlängerungs- und Kündigungsoptionen vereinbart. Bei der Bestimmung der Vertragslaufzeit werden sämtliche Umstände und Tatsachen berücksichtigt, die nach aktuellem Kenntnisstand einen Einfluss auf die Ausübung einer Verlängerungsoption beziehungsweise die Nichtausübung einer Kündigungsoption haben. Bei der Bestimmung von Leasingverbindlichkeiten und korrespondierenden Nutzungsrechten werden alle hinreichend sicheren Zahlungsmittelabflüsse berücksichtigt. Die Nettobuchwerte der Nutzungsrechte in Höhe von 94,0 Millionen € (Vorjahr: 89,1 Millionen €) teilen sich zum Bilanzstichtag nach Art der zugrunde liegenden Vermögenswerte wie folgt auf:
Die zugrunde liegenden Vertragslaufzeiten reichen bei Leasingverhältnissen über Grundstücke und Bauten von einem bis zu 27 Jahren. Die Leasingdauer für technische Anlagen und Maschinen beträgt zwischen einem und fünf Jahren und für andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung inklusive unseres Fuhrparks zwischen einem und sechs Jahren. Die im Geschäftsjahr 2025 erfassten Abschreibungen der Nutzungsrechte in Höhe von 18,3 Millionen € (Vorjahr: 17,1 Millionen €) teilen sich nach Art der zugrunde liegenden Vermögenswerte wie folgt auf:

(22) Langfristige finanzielle Vermögenswerte

In den langfristigen finanziellen Vermögenswerten sind die Anteile an verbundenen Unternehmen, die aus Wesentlichkeitsgründen nicht konsolidiert sind, die Beteiligungen an sonstigen Unternehmen sowie die Wertpapiere des Finanzanlagevermögens enthalten. Darüber hinaus werden positive Zeitwerte derivativer Finanzinstrumente in dieser Position ausgewiesen. Zum Abschlussstichtag beliefen sich die langfristigen finanziellen Vermögenswerte auf insgesamt 12,6 Millionen € (im Vorjahr ebenfalls 12,6 Millionen €) und entfallen mit 8,8 Millionen € (Vorjahr: 8,5 Millionen €) im Wesentlichen auf verbundene, nicht konsolidierte Unternehmen sowie mit 3,7 Millionen € (Vorjahr: 4,1 Millionen €) auf positive Zeitwerte derivativer Finanzinstrumente.

(23) Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte

Die sonstigen langfristigen finanziellen Vermögenswerte enthalten Ausleihungen an verbundene Unternehmen, die aus Wesentlichkeitsgründen nicht konsolidiert sind, Ausleihungen an Joint Ventures sowie sonstige Ausleihungen. Zum Abschlussstichtag beliefen sich die sonstigen langfristigen finanziellen Vermögenswerte auf insgesamt 14,7 Millionen € (Vorjahr: 15,3 Millionen €). Darin enthalten sind insbesondere die Ausleihungen an das Gemeinschaftsunternehmen OOO DME Aerosol in Höhe von 11,4 Millionen € (Vorjahr: 12,5 Millionen €).

(24) Vorratsvermögen

Das Vorratsvermögen verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr von 121,8 Millionen € auf 100,3 Millionen € zum 31. Dezember 2025. Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus der vorübergehenden Stilllegung der Siliziummetall-Produktion in Island und dem damit einhergehenden Abbau der Vorräte. Im Berichtsjahr wurden aufgrund gestiegener Marktfähigkeit Zuschreibungen auf zuvor wertgeminderte Vorräte in Höhe von 0,1 Millionen € vorgenommen (Vorjahr: 0,9 Millionen €). Die Wertminderungen lagen bei 1,5 Millionen € (Vorjahr: 1,2 Millionen €). Im Geschäftsjahr 2025 wurden Vorräte in Höhe von 567,7 Millionen € (Vorjahr: 554,2 Millionen €) als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

(25) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestanden zum Stichtag in voller Höhe mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Sie blieben gegenüber dem Vorjahr unverändert und beliefen sich auf 105,3 Millionen €. Die auf Basis des Wertminderungsmodells ermittelten künftig zu erwartenden Verluste lagen wie im Vorjahr auf niedrigem Niveau. Die Zuführungen zu Wertberichtigungen aufgrund bereits eingetretener Verluste erhöhten sich auf 2,6 Millionen € (Vorjahr: 2,1 Millionen €).
Insgesamt sind im Berichts- und im Vorjahr Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 2,7 Millionen € berücksichtigt.
Die Fälligkeitsstruktur aller nicht wertgeminderten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist in der abgebildeten Tabelle dargestellt. Rund 90,7 % der Forderungen im Konzern sind per 31. Dezember 2025 weder wertgemindert noch überfällig (Vorjahr: 87,5 %). Zudem sind die Ausfallrisiken sowie die Höhe der erwarteten Kreditausfälle (ECL) über die Restlaufzeit je Altersklasse abgebildet.
Einzelne Gesellschaften im PCC-Konzern nutzen Factoring als Forderungsfinanzierung. Das Volumen aller verkauften Forderungen betrug zum Stichtag 19,8 Millionen € (Vorjahr: 48,7 Millionen €).

(26) Übrige Forderungen und sonstige Vermögenswerte

Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestanden zum 31. Dezember 2025, wie im Vorjahr, in voller Höhe mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Darunter sind Forderungen gegen verbundene, nicht konsolidierte Unternehmen zu verstehen. Weitere Informationen finden sich im Kapitel über nahestehende Unternehmen in Abschnitt (39) erläutert. Es handelt sich weitestgehend um
Darlehensforderungen gegen Projektgesellschaften. Zum 31. Dezember 2025 bestehen keine Wertminderungen auf Forderungen gegen verbundene Unternehmen (Vorjahr: 6,5 Millionen €).

(27) Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital der PCC SE ist unverändert zum Vorjahr, beträgt 5,0 Millionen € und ist voll eingezahlt. Es ist eingeteilt in 5.000.000 Stückaktien zum Nennwert von 1 Euro je Aktie. Die Entwicklung des Konzerneigenkapitals wird in der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung als Bestandteil dieses Konzernabschlusses abgebildet. Die Zusammensetzung der Gewinnrücklagen und sonstigen Rücklagen zum 31. Dezember 2025 ist in der abgebildeten Tabelle dargestellt.

Die Gewinnrücklagen und sonstigen Rücklagen umfassen die in der abgelaufenen Periode erzielten Ergebnisse der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochtergesellschaften, soweit sie nicht verwendet wurden. Der auf den Konzern entfallende Anteil am Konzerngesamtergebnis des Vorjahres in Höhe von – 23,3 Millionen € ist als Ergebnisvortrag in den Gewinnrücklagen ausgewiesen. Im Geschäftsjahr 2025 erfolgte aus den Ergebnisvorträgen der PCC SE eine Ausschüttung an den Gesellschafter der PCC SE in Höhe von 1,65 Millionen € (Vorjahr: 5,5 Millionen €). Dies entspricht einer Dividende je Aktie in Höhe von 0,33 € (Vorjahr: 1,10 €). In den sonstigen Eigenkapitalposten werden Differenzen aus der Währungsumrechnung ausgewiesen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr verringerten diese das Konzerneigenkapital um 9,8 Millionen € auf insgesamt – 14,4 Millionen € (Vorjahr: – 5,0 Millionen €). Die Entwicklung der
ergebnisneutral im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen
ist in der abgebildeten Tabelle dargestellt.

(28) Anteile anderer Gesellschafter

An einzelnen Gesellschaften der PCC-Gruppe sind in- und ausländische Minderheitsgesellschafter beteiligt. Bei der Erstkonsolidierung des Eigenkapitals von Unternehmen mit nicht beherrschenden Gesellschaftern sowie bei nachfolgenden Kapitalmaßnahmen wendet die PCC die additive Methode stetig an. Indirekte Anteile nicht beherrschender Gesellschafter am Nettovermögen der konsolidierten Gesellschaft bleiben dabei unberücksichtigt. Für die Ergebniszuordnung kommt die multiplikative Methode sowohl für direkte und als auch für indirekte Anteile nicht beherrschender Gesellschafter zur Anwendung.

Der im Konzerneigenkapital am 31. Dezember 2025 ausgewiesene Anteil der nicht beherrschenden Gesellschafter beträgt – 8,1 Millionen € und ist damit um 66,6 Millionen € geringer als zum Vorjahresstichtag. Tochterunternehmen mit wesentlichen nicht beherrschenden Anteilen sind in verschiedenen Segmenten der PCC-Gruppe tätig. Angaben zum Gesellschaftsnamen, zum Sitz der Gesellschaft und zu Kapitalanteilen für Tochterunternehmen mit wesentlichen nicht beherrschenden Anteilen enthält die Anteilsbesitzliste gemäß § 313 Abs. 2 HGB in Abschnitt (44). Es liegen keine wesentlichen Restriktionen vor, die über die üblichen gesellschaftsrechtlichen und vertraglichen Regelungen hinausgehen.

(29) Hybridkapital

Als Hybridkapital ist ein hybrides Finanzierungsinstrument im Volumen von 78,7 Millionen € ausgewiesen. In Übereinstimmung mit IAS 32 ist das Hybridkapital als Eigenkapital klassifiziert. Es besteht weder eine vertragliche Verpflichtung zur Rückzahlung des Nominalbetrags noch zur Zahlung eines Zinses. Die Rückzahlung ist vielmehr an Bedingungen geknüpft, die abhängig sind von der Entscheidung des Managements der Gesellschaft über Ausschüttungen an die Anteilseigner. Sobald Beschlüsse über Ausschüttungen an diese gefasst werden, wird ebenfalls eine anteilige Bedienung des Hybridkapitals erfolgen.

(30) Rückstellungen für Pensionen und pensionsähnliche Verpflichtungen

Den meisten Beschäftigten in den polnischen Tochtergesellschaften der PCC-Gruppe werden neben der gesetzlichen Altersversorgung auch einmalige Leistungen aus gesetzlich bedingten Versorgungsplänen gewährt. Die leistungsorientierten Versorgungen bemessen sich in der Regel nach Beschäftigungsdauer und Bezügen. Leistungen im Rahmen von leistungsorientierten Zusagen werden im Allgemeinen bei Erreichen des Renteneintrittsalters oder bei Invalidität beziehungsweise Tod gewährt.

Beitragsorientierte Pläne liegen im Wesentlichen in Form der gesetzlichen Rentenversicherungen in Deutschland wie auch bei den ausländischen Tochterunternehmen vor. Für Beschäftigte der deutschen Tochterunternehmen und der Holding kann es neben der gesetzlichen Altersversorgung vereinzelt auch Beiträge zu anderen beitragsorientierten Versorgungen geben. Typische Risikofaktoren für leistungsorientierte Zusagen sind Langlebigkeit, Nominalzinsänderungen sowie Inflations- und Gehaltssteigerungen. Der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung aus einem Versorgungsplan wird auf Basis der bestmöglichen Schätzung der Sterbewahrscheinlichkeit der begünstigten Arbeitnehmer sowohl während des Arbeitsverhältnisses als auch nach dessen Beendigung ermittelt. Eine Zunahme der Lebenserwartung der begünstigten Arbeitnehmer oder ein Rückgang des Anleihezinssatzes führt jeweils zu einer Erhöhung der Planverbindlichkeit. Des Weiteren wird der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung aus einem Versorgungsplan auf Basis der zukünftigen Gehälter der begünstigten Arbeitnehmer ermittelt. Gehaltserhöhungen der begünstigten Arbeitnehmer führen zu einer Erhöhung der Planverbindlichkeit.

Die leistungsorientierten Versorgungszusagen sind innenfinanziert. Die Rückstellungen für Pensionen und pensionsähnliche Verpflichtungen betrugen nahezu unverändert zum Vorjahr 1,3 Millionen €. Davon sind 1,2 Millionen € langfristige Rückstellungen mit einer Laufzeit von über einem Jahr.
Insgesamt werden für 2.886 Mitarbeitende der PCC-Konzerngesellschaften (Vorjahr: 2.943) leistungsorientierte Versorgungspläne gewährt, davon entfallen 74,3 % auf Männer und 25,7 % auf Frauen. Das Durchschnittsalter belief sich am Abschlussstichtag 2025 auf 43,4 Jahre (Vorjahr: 43,3 Jahre). Für die Bestimmung der Pensionsverpflichtungen wurde ein einheitlicher Rechnungszinsfuß von 4,35 % (Vorjahr: 3,45 %) angesetzt. Die Entwicklung der Gehälter wurde mit 3,8 % (Vorjahr: 4,2 %) angesetzt. Die polnische Richttafel 2024 des Zentralamts für Statistik, welche als Basis für die Berechnung dient, geht von einer Lebenserwartung von 78,6 Jahren aus (Vorjahr: 78,3 Jahre). Eine Anpassung der wesentlichen versicherungsmathematischen Parameter hätte folgende Auswirkungen auf die Höhe der Pensionsverpflichtungen:
Die vorstehende Sensitivitätsanalyse dürfte nicht repräsentativ für die tatsächliche Veränderung der leistungsorientierten Verpflichtung sein, da es als unwahrscheinlich anzusehen ist, dass Abweichungen von den getroffenen Annahmen isoliert voneinander auftreten.

Die Pensionsverpflichtungen haben das folgende Profil von Restlaufzeiten:
Die Zahlungsmittelabflüsse aus Pensionsverpflichtungen stellen sich wie folgt dar.
Im Aufwand des Geschäftsjahres 2025 sind 11,4 Millionen € an Arbeitgeberbeiträgen zur gesetzlichen Rentenversicherung enthalten (Vorjahr: 10,5 Millionen €). Über die Beiträge zur gesetzlichen Altersvorsorge hinaus sind Aufwendungen für beitragsorientierte Versorgungspläne im Ergebnis der aktuellen Periode in Höhe von 1,4 Millionen € enthalten (Vorjahr: 1,9 Millionen €).

(31) Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen verringerten sich von 42,8 Millionen € im Vorjahr auf 38,2 Millionen € zum 31. Dezember 2025. Grund für den Rückgang sind im Wesentlichen die um 5,6 Millionen € geringeren Rückstellungen für den Erwerb von CO2-Zertifikaten. Zum Rückgang beigetragen haben auch die um 3,1 Millionen € geringeren Personalrückstellungen. Diese werden im Wesentlichen für Bonus- und Urlaubsansprüche gebildet.

Die Rückstellungen für Energieeffizienzzertifikate entstehen aus den Vorgaben des polnischen Systems zum Energiemix. Eine Minderversorgung des Produktionsprozesses mit Energie aus erneuerbaren Quellen muss entweder durch den Kauf von sogenannten Grün-Zertifikaten oder durch Kompensationszahlungen ausgeglichen werden.
Die abgebildete Tabelle zeigt die Entwicklung der sonstigen Rückstellungen im Geschäftsjahr 2025. Sonstige Veränderungen enthalten im Wesentlichen Währungskurseffekte.

(32) Finanzverbindlichkeiten

Die Finanzverbindlichkeiten der PCC-Gruppe setzen sich im Wesentlichen zusammen aus lang- und kurzfristigen Verbindlichkeiten aus Anleihen, gegenüber Kreditinstituten, aus Leasingverhältnissen sowie gegenüber verbundenen Unternehmen.

Die Finanzverbindlichkeiten erhöhten sich von 958,2 Millionen € im Vorjahr auf 1.035,2 Millionen € zum 31. Dezember 2025. Der größte absolute Anstieg um 52,7 Millionen € auf 415,4 Millionen € war bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zu verzeichnen. Die Verbindlichkeiten aus Anleihen erhöhten sich ebenfalls deutlich um 21,5 Millionen € auf 542,3 Millionen €. Die Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen erhöhten sich um 2,3 Millionen € auf 76,9 Millionen €.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten werden mit Zinssätzen zwischen 0,4 % p.a. und 12,5 % p.a. verzinst. Die nicht ausgenutzten, verbindlich zugesagten Kreditlinien innerhalb der PCC-Gruppe betrugen zum Stichtag 156,4 Millionen € (Vorjahr: 144,9 Millionen €). Die im PCC-Konzern vorhandenen Finanzverbindlichkeiten haben zum Stichtag das in der Tabelle dargestellte Profil von Restlaufzeiten.
Relevant für die Darstellung der Fälligkeiten vertraglicher Zahlungsströme aus finanziellen Verbindlichkeiten sind Zinszahlungen und Zahlungen des Nominalbetrags sowie sonstige Zahlungen für derivative Finanzinstrumente. In der nebenstehenden Darstellung werden künftige Zahlungsströme nicht abgezinst. Derivate werden mit ihren Nettozahlungsströmen einbezogen, soweit sie negative Marktwerte haben und daher Verbindlichkeiten darstellen. Derivate mit positiven Marktwerten sind Vermögenswerte und werden daher nicht berücksichtigt. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind im Wesentlichen unverzinslich und innerhalb eines Jahres fällig. Der Buchwert von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen entspricht daher der Summe der künftigen Zahlungsströme.
Die unter den Finanzverbindlichkeiten ausgewiesenen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie diejenigen aus Leasingverhältnissen waren 2025 zum Großteil durch Grundschulden oder ähnliche Pfandrechte sowie durch die Abtretung von Ansprüchen, die Sicherungsübereignung von Sachanlagen oder sonstige Abtretungen besichert. Insgesamt lagen die gewährten Sicherheiten zum 31. Dezember 2025 bei 482,2 Millionen € (Vorjahr: 438,9 Millionen €).
Verbindlichkeiten aus Anleihen resultieren aus Emissionen der PCC SE sowie der ausländischen Tochtergesellschaften PCC Rokita SA und PCC Exol SA. Anleihen der PCC-Gruppe sind in den Währungen Euro und polnischer Złoty emittiert. Die öffentlichen Anleihen in Euro (EUR) sind mit festen Zinssätzen zwischen 4,0 % und 6,0 % p.a. ausgestattet. Die in Złoty (PLN) emittierten Anleihen haben entweder feste Zinssätze zwischen 5,0 % und 5,5 % p.a. oder eine variable Verzinsung. Die in Złoty emittierten Anleihen mit einem Volumen von insgesamt 102,0 Millionen PLN (Vorjahr: 197,0 Millionen PLN) hatten zum Stichtag einen Wert von umgerechnet 23,5 Millionen € (Vorjahr: 45,2 Millionen €).

(33) Sonstige Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten verringerten sich von 127,6 Millionen € im Vorjahr auf 126,6 Millionen € zum 31. Dezember 2025. Den stärksten Einzelposten innerhalb der sonstigen Verbindlichkeiten stellen wie im Vorjahr die passiven Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von 77,9 Millionen € dar (Vorjahr: 75,8 Millionen €). Diese betreffen im Wesentlichen Subventionen und Zuschüsse für Investitionsprojekte. Im Berichtsjahr sind Auflösungen von passiven Rechnungsabgrenzungsposten aus Subventionen von insgesamt 4,8 Millionen € im Ergebnis enthalten (Vorjahr: 5,0 Millionen €). Die Verbindlichkeiten aus Investitionen erhöhten sich von 12,2 Millionen € im Vorjahr auf 13,5 Millionen € zum Bilanzstichtag. Dies sind Verbindlichkeiten aus erbrachten Lieferungen oder Leistungen von Dritten, die zum Stichtag aus den Investitionsprojekten resultierten.

(34) Latente Steuern

Latente Steuern sind auf temporäre Differenzen zwischen den Buchwerten der Vermögenswerte, Schulden und Abgrenzungsposten in der Bilanz und ihren steuerlichen Werten anzusetzen. Für inländische Gesellschaften wurde wie im Vorjahr einheitlich ein Steuersatz von 30 % angewendet. Für ausländische Gesellschaften wurden die jeweiligen nationalen Steuersätze angewendet. In Island verringerte sich der Steuersatz im Berichtsjahr auf 20,0 % (Vorjahr: 21,0 %). Alle anderen Steuersätze blieben gegenüber dem Vorjahr konstant.

Wie sich die latenten Steuern auf die jeweiligen Bilanzpositionen verteilen, ist in der abgebildeten Tabelle ausgewiesen. Innerhalb der PCC-Gruppe werden aktive und passive Steuern saldiert ausgewiesen, wenn es sich um dieselbe Steuerjurisdiktion handelt und wenn ein einklagbares Recht auf Aufrechnung von Steuerschulden und -forderungen besteht. Für das Berichtsjahr ergeben sich aktive latente Steuern von 9,4 Millionen € (Vorjahr: 15,7 Millionen €) sowie passive latente Steuern von 15,6 Millionen € (Vorjahr: 18,5 Millionen €).
Die abgebildete Tabelle zeigt die nicht saldierten latenten Steuern. In den sonstigen latenten Steuern werden zukünftige Steuervorteile aus einer Sonderwirtschaftszone ausgewiesen.

Die aktiven latenten Steuern auf steuerlich nutzbare Verlustvorträge verringerten sich im abgelaufenen Geschäftsjahr um 18,5 Millionen € auf 3,2 Millionen € zum Bilanzstichtag.

(35) Zusatzangaben zu Finanzinstrumenten

Als international agierendes Unternehmen ist die PCC-Gruppe im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit finanzwirtschaftlichen Risiken ausgesetzt. Ein wesentliches Ziel der Unternehmenspolitik ist im Allgemeinen die Begrenzung von Markt-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken sowohl für die nachhaltige Sicherung des Unternehmenswerts als auch für die Ertragskraft der Gruppe, um negative Cashflow- und Ergebnisschwankungen weitgehend einzudämmen.

Eine Steuerung der Zins- und Währungsrisiken sowie der Ausfallrisiken erfolgt in Zusammenarbeit der konzernleitenden Holding mit den einzelnen Tochterunternehmen. Die Steuerung von Rohstoffpreisrisiken erfolgt durch die jeweiligen operativen Einheiten, die Steuerung der Liquidität liegt hingegen bei der Holding.

Marktrisiken

Währungsrisiken: Änderungen von Wechselkursen können zu Wertverlusten bei Finanzinstrumenten sowie zu nachteiligen Veränderungen künftiger Zahlungsströme aus geplanten Transaktionen führen. Währungsrisiken aus Finanzinstrumenten resultieren aus der Umrechnung von finanziellen Forderungen, Ausleihungen, Wertpapieren, Barmitteln und finanziellen Verbindlichkeiten zum Stichtagskurs in die funktionale Währung der jeweiligen Gesellschaften. Konkret entstehen Währungsrisiken sowohl auf der Einkaufsseite durch den Bezug von Rohstoffen als auch auf der Verkaufsseite durch den Absatz von Endprodukten. Eine potenzielle Veränderung des polnischen Złotys um 10 % hätte eine Auswirkung auf Eigenkapital und Jahresergebnis in Höhe von 0,3 Millionen € (im Vorjahr ebenfalls 0,3 Millionen €). Eine Kursänderung des US-Dollars um ebenfalls 10 % würde diese Positionen um 0,2 Millionen € (Vorjahr: 0,1 Millionen €) verändern.

Zinsänderungsrisiken: Diese Risiken bestehen aufgrund von potenziellen Änderungen des Marktzinses und können bei festverzinslichen Finanzinstrumenten zu einer Änderung des beizulegenden Zeitwerts und bei variabel verzinslichen Finanzinstrumenten zu Zinszahlungsschwankungen führen. Eine potenzielle Veränderung der Zinssätze um 100 Basispunkte hätte eine Auswirkung in Höhe von 6,0 Millionen € auf Eigenkapital und Jahresergebnis der Gruppe (Vorjahr: 5,2 Millionen €).

Rohstoffpreisrisiken: Diese Risiken resultieren aus Marktpreisveränderungen bei Rohstoffeinkäufen und -verkäufen sowie bei Strom- und Gaseinkäufen. Für die allgemeine Risikosituation der PCC-Gruppe sind die Verfügbarkeit sowie die Preisabhängigkeit von relevanten Rohstoffen sowie Vor- und Zwischenprodukten von großer Bedeutung. In diesem Kontext ist die Abhängigkeit wichtiger Rohstoffpreise von Wechselkursen und Börsennotierungen zu nennen, insbesondere bei petrochemischen Rohstoffen. Preisvolatilitäten werden unter anderem durch die Vereinbarung von Preisgleitklauseln mit Lieferanten und Kunden ausgeglichen. Des Weiteren werden Rohstoffpreisrisiken durch international ausgerichtete Einkaufsaktivitäten gemindert. Rückwärtsgerichtete Integrationen entlang der Wertschöpfungskette beziehungsweise entlang der Produktionsstufen in den Chemiesegmenten sorgen zusätzlich für ein höheres Maß an Unabhängigkeit bei der Beschaffung von Rohstoffen und reduzieren das Risiko. Das Rohstoffhandelsgeschäft im Segment Handel & Services ist zum Teil starken Preisschwankungen ausgesetzt.

Ausfall- oder Bonitätsrisiken
Ausfall- oder Bonitätsrisiken bestehen, wenn Vertragspartner ihren vertraglichen Verpflichtungen nicht nachkommen. Auf der Basis einer kontinuierlichen Beobachtung der Kreditwürdigkeit der wesentlichen Schuldner werden entsprechende Kreditlimits eingeräumt. Aufgrund der internationalen Tätigkeit und der diversifizierten Kundenstruktur der PCC-Gruppe liegt keine wesentliche regionale oder festverzinsligeschäftsbereichsspezifische Konzentration von Ausfallrisiken vor. Bei der Auswahl der kurzfristigen Kapitalanlagen werden verschiedene Sicherungskriterien zugrunde gelegt (zum Beispiel Rating, Kapitalgarantie oder Sicherung durch den Einlagensicherungsfonds). Aufgrund der Auswahlkriterien sowie der laufenden Überwachung der Kapitalanlagen sieht die PCC-Gruppe kein unberücksichtigtes Ausfallrisiko in diesem Bereich. Die in der Bilanz ausgewiesenen Beträge der finanziellen Vermögenswerte stellen grundsätzlich das maximale Ausfallrisiko dar. Im Rahmen eines Forderungs- und Kreditmanagements sowie des Working-Capital-Managements mit Verantwortlichkeit auf operativer und Konzernebene werden solche Risiken regelmäßig beobachtet und analysiert. Insgesamt sind Forderungen gegen Kunden in einer Höhe von 69,3 Millionen € (Vorjahr: 68,7 Millionen €) besichert. Finanzielle Vermögenswerte, die weder überfällig noch wertgemindert sind, werden aufgrund der Bonität der Schuldner als einbringlich eingestuft.

Liquiditätsrisiken
Liquiditätsrisiken resultieren aus Zahlungsstromschwankungen. Die laufende Liquidität wird durch ein konzernweit implementiertes Treasury Reporting auf Basis einer IT-gestützten Lösung („Nomentia Treasury Management“, vormals „Treasury Information Platform“) überwacht und gesteuert. In der mittel- und langfristigen Liquiditätsplanung werden Liquiditätsrisiken frühzeitig anhand von Simulationen verschiedener Szenarien erkannt und gesteuert. Eventuelle Irritationen im Marktsegment für Mittelstandsanleihen könnten – zumindest vorübergehend – zu Liquiditätsengpässen führen. Diesem Risiko soll langfristig durch die Erschließung alternativer Finanzierungsquellen auf institutioneller Ebene entgegengewirkt werden. Darüber hinaus wird ständig an der teilweisen Ablösung der den Beteiligungsgesellschaften gewährten Liquiditätsdarlehen durch Bankkredite gearbeitet.

Finanzinstrumente nach Klassen und Kategorien
Bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Forderungen gegen verbundene Unternehmen beziehungsweise gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sowie bei den sonstigen finanziellen Vermögenswerten, Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Verbindlichkeiten gelten aufgrund der kurzen Restlaufzeit die Buchwerte als realistische Schätzung ihrer Fair Values.

Die Zahlungsströme der sonstigen langfristigen finanziellen Vermögenswerte bestehen nur aus Zins und Tilgung, weshalb der Buchwert als realistische Schätzung ihrer Fair Values gilt.
  1. FAaC = Financial Assets measured at amortized costs, finanzielle Vermögenswerte, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden
    FLaC = Financial Liabilities measured at amortized costs, Finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden
    FVtOCI = Fair Value through OCI, erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert
    FVtPL = Fair Value through profit or loss, erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert
Einzelne Verbindlichkeiten aus Anleihen von Tochtergesellschaften enthalten Verkaufsprovisionen und werden entsprechend der Effektivzinsmethode bilanziert. Der in diesem Kapitel angegebene beizulegende Zeitwert entspricht den Marktnotierungen.

Die Nettogewinne und Nettoverluste aus Finanzinstrumenten umfassen Bewertungsergebnisse, das Fortschreiben von Agien und Disagien, das Erfassen und das Stornieren von Aufwendungen aus Wertminderungen, Ergebnisse aus der Währungsumrechnung sowie Zinsen, Dividenden und alle sonstigen Ergebniswirkungen aus Finanzinstrumenten. In den erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumenten sind nur Ergebnisse aus solchen Instrumenten enthalten, die nicht als Sicherungsinstrumente im Rahmen einer Sicherungsbeziehung nach IFRS 9 designiert sind. Die Nettogewinne und -verluste aus finanziellen Vermögenswerten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, enthalten ein Zinsergebnis von 2,8 Millionen € (Vorjahr: 4,2 Millionen €) und ein Währungsergebnis von – 17,2 Millionen € (Vorjahr: 0,4 Millionen €). Die Nettogewinne und -verluste aus finanziellen Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, enthalten ein Zinsergebnis von – 50,9 Millionen € (Vorjahr: – 48,8 Millionen €) und ein Währungsergebnis in Höhe von – 4,3 Millionen € (Vorjahr: 9,0 Millionen €).
Finanzielle Vermögenswerte sowie Verbindlichkeiten, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, sind in der Tabelle dargestellt. Hierbei handelt es sich um Aktien, für die eine Bewertung zum Börsenkurs (Level 1) erfolgt, sowie um Derivate. Der beizulegende Zeitwert derivativer Finanzinstrumente ist abhängig von der Entwicklung der zugrunde liegenden Marktfaktoren. Die jeweiligen Fair Values werden in regelmäßigen Abständen ermittelt und überwacht. Der für alle derivativen Finanzinstrumente ermittelte beizulegende Zeitwert ist der Preis, der beim Verkauf eines Vermögenswerts oder bei der Übertragung einer Schuld im Rahmen einer gewöhnlichen Transaktion am Bewertungsstichtag zwischen unabhängigen Marktteilnehmern gezahlt würde.
Derivative Finanzinstrumente

Die Tochtergesellschaften der PCC-Gruppe setzen derivative Finanzinstrumente ein, um Zins-, aber auch um Fremdwährungsrisiken abzusichern. Die der Bewertung der eingesetzten derivativen Finanzinstrumente zugrunde liegenden Bewertungsmethoden und Annahmen lassen sich wie folgt zusammenfassen: Devisengeschäfte und -swaps werden einzeln mit ihrem Terminkurs beziehungsweise -preis am Bilanzstichtag bewertet. Die Terminkurse beziehungsweise -preise basieren, soweit möglich, auf Marktnotierungen, gegebenenfalls unter Berücksichtigung von Terminaufschlägen und -abschlägen.

Tochterunternehmen nutzen Forward-Kontrakte zur Absicherung von Fremdwährungsgeschäften. Zum 31. Dezember 2025 bestehen Forward-Kontrakte mit einem Nominalwert von – 11,6 Millionen € (Vorjahr: – 0,6 Millionen €). Die unwesentlichen Zeitwerte sind als Vermögenswert berücksichtigt. In der PCC-Gruppe werden Zinsswaps und Zinsoptionen zur Absicherung von Zinssätzen und deren langfristiger Entwicklung eingesetzt. Der Nominalwert der zum Stichtag vorhandenen Derivate beläuft sich auf 83,2 Millionen € (Vorjahr: 86,1 Millionen €) und hat einen beizulegenden Zeitwert von 3,7 Millionen €, welcher als Vermögenswert zum Stichtag bilanziert ist (Vorjahr: 4,1 Millionen €).

Weder im Berichtsjahr noch im Vorjahr lagen Cashflow-Hedges vor.

(36) Leasingverhältnisse

Leasingverhältnisse, bei denen die PCC-Gruppe als Leasingnehmer auftritt, werden nach dem Nutzungsrechtsmodell gemäß IFRS 16 erfasst. Die tabellarische Darstellung der Nutzungsrechte für das Berichtsjahr ist dem Abschnitt (21) Nutzungsrechte zu entnehmen. Den Nutzungsrechten in Höhe von 94,0 Millionen € stehen zum Bilanzstichtag Leasingverbindlichkeiten in Höhe von 76,9 Millionen € gegenüber. Der Ausweis erfolgt unter den Finanzverbindlichkeiten. Dazu wird auf Abschnitt (32) Finanzverbindlichkeiten verwiesen. Die Fälligkeitsstruktur der Zahlungsverpflichtungen aus Leasingverhältnissen ist der abgebildeten Tabelle zu entnehmen.
Aufgrund der in Anspruch genommenen Erleichterungsvorschriften werden keine Nutzungsrechte aus Leasingverträgen bilanziert, bei denen der zugrunde liegende Vermögenswert von geringem Wert ist oder die Vertragslaufzeit weniger als zwölf Monate beträgt. Stattdessen wird ein Leasingaufwand erfasst. Aus der Tabelle wird ersichtlich, welche Beträge im Zusammenhang mit Leasingverhältnissen in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst wurden.
Es gab keine wesentlichen Erträge aus Unterleasingverhältnissen. Insgesamt betrug der Mittelabfluss aus Leasingverträgen im abgelaufenen Geschäftsjahr 24,2 Millionen € (Vorjahr: 21,8 Millionen €). Zusätzlich zu den Leasingverhältnissen bestehen im PCC-Konzern geringe Verpflichtungen aus Mietverhältnissen. Ein entsprechendes Fälligkeitsprofil wird im folgenden Abschnitt (37) dargestellt.

(37) Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Eventualverbindlichkeiten resultieren im Wesentlichen aus einer Bürgschaft an eine finanzierende Bank eines Gemeinschaftsunternehmens. Darüber hinaus handelt es sich um Garantien, die für nicht konsolidierte Unternehmen zu Gunsten Dritter abgegeben wurden und Verpflichtungen gegenüber Lieferanten sowie gegenüber der öffentlichen Hand betreffen. Die Veränderung bei den sonstigen Haftungsverhältnissen resultiert aus der Berücksichtigung von Investitionszuschüssen, die teilweise noch Rückforderungsansprüche haben können, falls vertraglich vereinbarte Auflagen nicht erfüllt werden sollten. Bei allen Haftungsverhältnissen geht die PCC-Gruppe derzeit davon aus, dass nicht mit einer Inanspruchnahme zu rechnen ist.
Zum 31. Dezember 2025 bestanden in der PCC-Gruppe sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Investitionszusagen, Mietverpflichtungen und sonstigen Verpflichtungen in Höhe von 26,3 Millionen € (Vorjahr: 57,1 Millionen €). Die Verpflichtungen aus Mietverträgen mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr enthalten Verpflichtungen in Höhe von 0,2 Millionen €, die auf kurzfristige Leasingverhältnisse entfallen.

(38) Kapitalflussrechnung und Kapitalstrukturmanagement

Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung zeigt die Veränderungen der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente im Berichtsjahr und wird in Übereinstimmung mit IAS 7 erstellt. Die Zahlungsströme werden dabei nach den Bereichen Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit, Cashflow aus Investitionstätigkeit und Cashflow aus Finanzierungstätigkeit gegliedert.

Erhaltene Zinsen sowie gezahlte Ertragsteuern werden im Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit ausgewiesen. Gezahlte Zinsen werden im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit ausgewiesen. Gezahlte Dividenden sind Bestandteil des Cashflows aus Finanzierungstätigkeit. Innerhalb des Konzerns gezahlte Dividenden aus Ergebnissen des Vorjahres sind eliminiert. Auszahlungen an den Aktionär der PCC SE sowie Auszahlungen an Mitgesellschafter bei Tochtergesellschaften sind im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit abgebildet und werden separat ausgewiesen. Der Finanzmittelfonds umfasst den in der Bilanz ausgewiesenen Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten (Kasse, Bankguthaben und kurzfristig hochliquide finanzielle Vermögenswerte).

Bei Veränderungen des Konsolidierungskreises durch Kauf oder Verkauf von Unternehmen (Verlust der Beherrschung) wird der bezahlte oder erhaltene Kaufpreis abzüglich der erworbenen oder verkauften Finanzmittel als Mittelfluss aus Investitionstätigkeit erfasst. Sollte ein Erwerb oder ein Verkauf von Anteilen an einem Tochterunternehmen ohne Statuswechsel erfolgen, so wird dieser im Bereich der Finanzierungstätigkeit gezeigt.

Der Abschluss eines Leasingvertrags gemäß IFRS 16 stellt grundsätzlich einen zahlungsunwirksamen Vorgang dar. Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen werden saldiert mit Einzahlungen aus Leasing ausgewiesen. In der Bilanzposition Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente waren zum 31. Dezember 2025 mit 2,5 Millionen € (Vorjahr: 3,5 Millionen €) nicht zur freien Verfügung stehende Mittel enthalten. Diese entfielen nahezu vollständig auf bereits bereitgestellte Mittel für Investitionsprojekte.

Die folgende Überleitungsrechnung zeigt Änderungen von Finanzverbindlichkeiten, die im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit als Einzahlung beziehungsweise Auszahlung ausgewiesen sind. Die zahlungswirksamen Veränderungen belaufen sich zum Abschlussstichtag auf 34,9 Millionen € (Vorjahr: 48,5 Millionen €).
Kapitalstrukturmanagement

Ziel des Kapitalstrukturmanagements ist es, finanzwirtschaftlich flexibel zu bleiben, um das Geschäftsportfolio weiterentwickeln und strategische Optionen wahrnehmen zu können. Ziele der Finanzierungspolitik sind die Sicherung der Zahlungsfähigkeit, die Begrenzung finanzwirtschaftlicher Risiken sowie die Optimierung der Kapitalkosten. Gesteuert wird auf Basis der Net Debt / EBITDA-Ratio. Diese Kennzahl stellt das Verhältnis zwischen den Nettofinanzverbindlichkeiten, welche kurz- und langfristige Pensionsrückstellungen, kurz- und langfristige Finanzverbindlichkeiten, Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie kurzfristige Wertpapiere umfassen, und dem Ergebnis vor Finanzergebnis, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) dar und ist somit eine dynamische Verschuldungsgröße.

Bei einer Nettoverschuldung in Höhe von 979,4 Millionen € (Vorjahr: 860,1 Millionen €) und einem ausgewiesenen EBITDA in Höhe von 81,4 Millionen € (Vorjahr: 88,0 Millionen €) ergibt sich für das Geschäftsjahr 2025 eine Net Debt / EBITDA-Ratio von 12,0 (Vorjahr: 9,8). Unser Ziel, diese Kennzahl auf einem Wert unter 5,0 zu halten, wurde damit nicht erreicht.
Einzelne Tochterunternehmen unterliegen aufgrund von Finanzierungsverträgen externen Mindestkapitalanforderungen, welche sich in Form von üblichen Financial Covenants, also von Verpflichtungen zur Einhaltung festgelegter finanzieller Anforderungen, widerspiegeln. Dies sind unter anderem marktübliche Anforderungen an Mindesteigenkapitalquoten oder auch maximale Verschuldungsgrade. Die Einhaltung dieser Anforderungen wird ebenfalls in der jährlichen Budgetplanung für das Folgejahr berücksichtigt. Gemäß den zur Konzernabschlusserstellung vorgelegten Informationen der einbezogenen Unternehmen sind im Geschäftsjahr 2025 in zwei Fällen die notwendigen Covenants nicht eingehalten worden. In einem Fall handelt es sich um eine für Kreditverträge typische Finanzkennzahl, die nicht eingehalten wurde. In dem anderen Fall wurde eine Vereinbarung zur Einhaltung einer Kreditlinie nicht erfüllt. Es gibt seitens der Kreditgeber keine Anpassungen an den Kreditkonditionen oder ähnliche Maßnahmen.