Erläuterungen zu weiteren Anhangangaben

(39) Nahestehende Unternehmen und Personen

Salden und Geschäftsvorfälle zwischen der PCC SE und ihren einbezogenen Tochterunternehmen, die nahestehende Unternehmen sind, wurden im Zuge der Konsolidierung eliminiert und werden in dieser Anhangangabe nicht erläutert. Einzelheiten zu Geschäftsvorfällen zwischen dem PCC-Konzern und anderen nahestehenden Unternehmen und Personen sind nachfolgend angegeben.

Nahestehende Personen sind: der Alleingesellschafter und oberste beherrschende Partei der PCC SE, Herr Waldemar Preussner, sowie das Management in Schlüsselpositionen (Vorstandsmitglieder und Mitglieder des Aufsichtsrats der PCC SE) und deren Familienangehörige. Im Hinblick auf die Vergütung der Vorstandsmitglieder sowie die des Aufsichtsrats wird auf die Erläuterungen in Abschnitt (41) Gesellschaftsorgane verwiesen. Die anderen übrigen Forderungen enthalten eine Forderung gegen den Alleingesellschafter der PCC SE in Höhe von 0,3 Millionen € (Vorjahr: 0,1 Millionen €). Diese Forderung ist kurzfristig und wird wie im Vorjahr mit 6,0 % p.a. verzinst.

In der PCC-Gruppe bestehen zum Stichtag 31. Dezember 2025 Forderungen gegen verbundene, aus Wesentlichkeitsgründen nicht in den Konzernabschluss einbezogene Unternehmen in Höhe von insgesamt 6,3 Millionen € (Vorjahr: 5,4 Millionen €). Dabei handelt es sich um Ausleihungen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie kurzfristige Darlehensforderungen. Die konzerninternen Finanzierungsverhältnisse werden zwischen 6,5 % p.a. und 10,0 % p.a. verzinst.

Grundsätzlich werden Verkäufe an nahestehende Unternehmen und Personen oder Einkäufe von nahestehenden Unternehmen und Personen zu marktüblichen Preisen abgewickelt. Die zum Geschäftsjahresende bestehenden offenen Posten sind nicht besichert, unverzinslich und werden durch Barzahlung beglichen. Für Forderungen gegen nahestehende Unternehmen und Personen oder Schulden gegenüber nahestehenden Unternehmen und Personen bestehen keine Garantien.

Gegen das Gemeinschaftsunternehmen OOO DME Aerosol bestehen zum Stichtag Forderungen in Höhe von 11,4 Millionen € (Vorjahr: 12,5 Millionen €) aus Darlehen. Sie sind wie im Vorjahr mit 10,0 % p.a. verzinst. Die Darlehen wurden zur Entwicklung und zum Bau einer Dimethylether-Anlage auf dem Betriebsgelände des Joint-Venture-Partners gewährt. Zudem gewährten beide Gesellschafter finanzielle Mittel zur Anlauffinanzierung und zur Deckung des anfänglichen Schuldendienstes. Die Gesellschaft leistete auch im Geschäftsjahr 2025 weiterhin ihren Schuldendienst im Rahmen der bestehenden Sanktionen.

(40) Alternative Leistungskennzahlen

Der Konzernabschluss sowie der Konzernlagebericht der PCC-Gruppe werden gemäß geltenden Rechnungslegungsstandards aufgestellt. Zusätzlich zu den in diesen Standards geforderten Angaben und Kennzahlen verwendet und veröffentlicht die PCC-Gruppe alternative Leistungskennzahlen, auch Alternative Performance Measures (APM) genannt. Diese unterliegen nicht den Regelungen der Rechnungslegungsstandards. Die PCC-Gruppe ermittelt und nutzt die APM, um eine Vergleichbarkeit der Leistungskennzahlen im Zeitablauf sowie im internationalen Geschäftsumfeld zu ermöglichen. Diese Leistungskennzahlen werden sowohl für die Beurteilung von externen Dritten als auch intern zur Steuerung der Geschäftseinheiten verwendet.

Die Ermittlung dieser Leistungskennzahlen erfolgt durch Addition, Subtraktion, Multiplikation oder Division einzelner oder mehrerer Positionen der Konzernbilanz sowie der Konzerngewinn- und Verlustrechnung. Die APM wurden unverändert zur Vorperiode angewendet.

Die PCC-Gruppe ermittelt folgende alternative Leistungskennzahlen:

  • EBIT
  • EBITDA
  • Nettofinanzverschuldung (Net Debt)
  • Net Debt-EBITDA-Ratio
  • Return on Capital Employed (ROCE)
  • Capital Employed
  • Rohertrag
  • Rohertragsquote

Das EBIT (Earnings before Interest and Taxes) steht für das Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern. Es dient der Darstellung des operativen Ergebnisses ohne Berücksichtigung international unterschiedlicher Besteuerungssysteme und unterschiedlicher Finanzierungsstrukturen. Die PCC-Gruppe ermittelt es wie folgt:
Das EBITDA (Earnings before Interest, Taxes, Depreciation and Amortization) steht für das Ergebnis vor Finanzergebnis, Steuern und Abschreibungen. Es dient der bereinigten Darstellung des operativen Ergebnisses aus unterschiedlichen Abschreibungsmethoden und Bewertungsspielräumen. Es wird innerhalb der PCC-Gruppe wie folgt ermittelt:
Die EBIT-Marge und die EBITDA-Marge sind relative Kennzahlen, die die PCC-Gruppe zur internen Steuerung der Segmente und zum internationalen Vergleich verwendet. Dabei wird zur Ermittlung dieser Kennzahlen das EBITDA beziehungsweise das EBIT ins Verhältnis zu den Umsatzerlösen gesetzt.

Zur Verwendung und Berechnung der Nettofinanzverschuldung sowie der relativen Kennzahl Nettofinanzverschuldung im Verhältnis zum EBITDA (Net Debt / EBITDA-Ratio) wird auf Abschnitt (38) und die dort dargelegten Erläuterungen zum Kapitalstrukturmanagement verwiesen.
Der Return on Capital Employed (ROCE) ist das Verhältnis von EBIT zum durchschnittlichen Capital Employed. Das EBIT ist das Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern. Das Capital Employed berechnet sich aus dem von der PCC-Gruppe eingesetzten Eigen- und Fremdkapital zu Buchwerten. Bei der Rohertragsquote wird der Rohertrag ins Verhältnis zum Umsatz gesetzt.

(41) Gesellschaftsorgane

Die PCC SE hat folgende Organe:

Vorstand:

  • Dr. Peter Wenzel, Vorsitzender des Vorstands, Bereiche Unternehmens- und Projektentwicklung sowie Nachhaltigkeit
  • Riccardo Koppe, Bereiche Finanzwesen, Personal, Öffentlichkeitsarbeit und interne Organisation
  • Dr. rer. oec. (BY) Alfred Pelzer, Bereiche Chemieproduktion, Logistik und Vertrieb

 

Der Vorstand erhielt im Geschäftsjahr 2025 eine erfolgsunabhängige Vergütung von 0,8 Millionen € (Vorjahr: 0,7 Millionen €), die vollständig auf kurzfristig fällige Leistungen entfiel. Weder im Berichtsjahr noch im Vorjahr wurden erfolgsabhängige Vergütungen gewährt.

Aufsichtsrat:

  • Dipl.-Volkswirt Waldemar Preussner, Vorsitzender des Aufsichtsrats
  • Dr. Hans-Josef Ritzert, Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats
  • Ulrike Warnecke

 

Der Aufsichtsrat erhielt im Geschäftsjahr 2025 eine fixe, erfolgsunabhängige Vergütung in Höhe von insgesamt 0,3 Millionen € (Vorjahr: 0,3 Millionen €), die vollständig auf kurzfristig fällige Leistungen entfiel.

Hauptversammlung:

Die jährliche ordentliche Hauptversammlung der PCC SE fand am 28. Mai 2025 statt. Dort wurden der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht 2024 gebilligt. Der Vorstand und der Aufsichtsrat der PCC SE wurden entlastet. Die Grant Thornton AG, Düsseldorf, wurde zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2025 bestellt.

(42) Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Die PCC SE hat zum 16. Februar 2026 eine neue Anleihe mit der ISIN DE000A460Q50 und einer Laufzeit bis zum 1. Februar 2028 emittiert. Die Anleihe hat eine Verzinsung von 4,00 % p.a.

Die PCC SE hat zum 2. März 2026 eine neue Anleihe mit der ISIN DE000A460Q68 und einer Laufzeit bis zum 1. April 2031 emittiert. Die Anleihe hat eine Verzinsung von 5,50 % p.a.

Am 1. April 2026 wurde die von der PCC SE emittierte Anleihe ISIN DE000A3MQZM5 mit einem platzierten Volumen von 21,0 Millionen € vollständig getilgt. Diese Anleihe war am 2. Mai 2022 emittiert wor- den und hatte eine Verzinsung von 4,0 % p.a.

Am 28. Februar 2026 kam es zu einer erneuten Eskalation des Nahost‑Konflikts infolge militärischer Angriffe der USA und Israels auf Ziele im Iran. Die daraus resultierende Unsicherheit führte zu erhöhter Volatilität an den Finanz- und Rohstoffmärkten und in der Folge zu steigenden Preisen für chemische Produkte. Aufgrund der engen Verknüpfung von Rohöl- und Energiepreisen mit der Kostenstruktur der chemischen Industrie ist mittelbar auch mit Preissteigerungen bei Chemieprodukten sowie mit erhöhten Beschaffungskosten für energie- und rohstoffintensive Vorprodukte zu rechnen. Darüber hinaus können sich gestiegene Energiepreise auf Transport-, Logistik- und Produktionskosten auswirken. Der Konzern beobachtet die weitere Entwicklung der geopolitischen Lage sowie der Rohstoff- und Absatzmärkte fortlaufend und wird gegebenenfalls geeignete Maßnahmen zur Risikosteuerung ergreifen. Zum Zeitpunkt der Abschlusserstellung sind die finanziellen Auswirkungen auf den Konzern noch nicht verlässlich quantifizierbar.
(43) Sonstiges
Der PCC-Konzern und die deutschen Einzelgesellschaften wurden von der Grant Thornton AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, geprüft und ihre Abschlüsse jeweils mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Das Honorar für die Abschlussprüfungsleistungen für diese Gesellschaften und den Konzern belief sich auf 346,0 Tausend € (Vorjahr: 330,6 Tausend €). Weder im Berichtsjahr noch im Vorjahr wurden Steuerberaterleistungen oder darüber hinausgehende sonstige Leistungen erbracht.

Die PCC Trade & Services GmbH, Duisburg, nimmt für das Geschäftsjahr 2025 die Befreiungsregelungen des § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch.
(44) Anteilsbesitzliste gemäß § 313 Abs. 2 HGB
Duisburg, den 5. Mai 2026
PCC SE

Der Vorstand
Dr. Peter Wenzel
Riccardo Koppe
Dr. rer. oec. (BY) Alfred Pelzer