Geschäftsentwicklung in den Segmenten

Polyole & Derivate
Polyole sind Grundstoffe für die Produktion von Polyurethan (PU)-Schaumstoffen und PU-Systemen, die ein breites Anwendungsspektrum in einer Vielzahl von Branchen besitzen. PU-Weichschaumstoffe dienen unter anderem zur Herstellung von komfortablen Matratzen. PU-Hartschäume werden in der Kälteindustrie zu Isolierzwecken sowie in der Bauindustrie als Dichtschaum eingesetzt. Aus speziellen Prepolymer-Schäumen werden unter anderem Polierpads für die Automobilbranche hergestellt und PU-Systeme werden beispielsweise als Thermoisolierungen, Blocksysteme von Wärmedämmplatten sowie als PU-Klebstoffe für diverse Anwendungsbereiche eingesetzt.

Das Segment Polyole & Derivate umfasst die Geschäftsfelder Polyole, Polyurethan-Systeme sowie Alkylphenole. Die PCC-Gruppe hat Polyole- Produktionsanlagen in Europa und Südostasien. Wir vermarkten unsere Polyole und Derivate weltweit, wobei der Hauptabsatz in die EU geht.

Im Geschäftsjahr 2025 erzielte dieses Segment einen Umsatz von 174,6 Millionen €, 6,2 Millionen € oder 3,4 % weniger als im Vorjahr. Der Anteil am Konzernumsatz stieg auf 18,9 %, leicht über dem Vorjahresniveau von 18,8 %. Unsere Umsatzerwartungen für dieses Segment für 2025 erfüllten sich nicht, was neben der geringeren Nachfrage in Europa insbesondere aus dem zunehmend aggressiveren Wettbewerb Chinas und anderer asiatischer Länder für Standard- Polyole und Folgeprodukte resultierte. Dieser Wettbewerb beeinträchtigte nicht nur den Absatz europäischer Hersteller innerhalb Europas, sondern auch den Export, wodurch sich der innereuropäische Konkurrenzkampf noch zusätzlich verschärfte. Importe aus China und anderen asiatischen Ländern kamen 2025 auf einen Marktanteil von 25 % bis 30 %, nahezu doppelt so groß wie im Vorjahr (15 % – 20 %).
Insbesondere der Absatz von Polyolen für die Möbel- und Matratzenindustrie in Westeuropa litt unter dem asiatischen Wettbewerb. Hinzu kam, dass 2025 der Bausektor in ganz Europa weiterhin schwächelte, sodass auch dieser Bereich keinen Nachfrageschub auslöste. Im Berichtsjahr gaben einige große europäische Hersteller die Schließung von Propylenoxid-Kapazitäten und damit in der Folge auch von Polyole-Produktionskapazitäten in Europa bekannt, sodass sich in den kommenden Jahren die innereuropäischen Kapazitäten reduzieren werden und die Lage entspannen dürfte. Zudem verfügt die PCC-Gruppe bereits heute über ein breit diversifiziertes Produktportfolio für Polyole. Standard-Polyole machen weniger als 10 % unseres Absatzvolumens aus, während der Anteil über alle Marktteilnehmer aktuell im Durchschnitt bei etwa 50 % liegt.

Im Geschäftsfeld Polyester-Polyole waren die Kapazitäten 2025 vollständig ausgelastet. Der in den vergangenen Jahren neu aufgebaute Produktbereich Silan-modifizierte Polyole, die als Basis für PU-Klebstoffe dienen, verzeichnete ein weiteres Rekordjahr bei Absatz und Umsatz. Die Akquise weiterer Kunden und die Ausweitung des Absatzgebietes führten erstmals zu einem zweistelligen Millionenumsatz in diesem Bereich, der zugleich überdurchschnittlich margenstark ist. Die Produktionseinheiten für Polyole und PU-Systeme in Südostasien waren ähnlich wie in Europa vom Wettbewerb aus China geprägt. Die dortigen Überkapazitäten für chemische Vorprodukte sorgten auch in diesen Märkten für zunehmenden Preisdruck. Unser Joint Venture in Thailand verzeichnete vor diesem Hintergrund einen Umsatzrückgang und auch die Ergebnisse waren rückläufig.

Insgesamt erzielte das Segment Polyole & Derivate ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von 11,1 Millionen €, ein Rückgang um 2,4 Millionen € oder 17,5 % zum Vorjahr. Die Zahl der Mitarbeitenden des Segments lag bei 345 (Vorjahr: 346).
Der Bereich Polyurethan-Systeme war im Wesentlichen durch den schwachen Bausektor bestimmt. Dabei hielt der Bereich Dachspritzschäume zur Gebäudeisolierung die Mengen stabil, der Umsatz sank jedoch durch wettbewerbsbedingte Preisrückgänge. Aufgrund von Kostenvorteilen beim Rohstoffeinkauf stiegen die Margen leicht zum Vorjahr. Dieses Geschäftsfeld steigerte somit auch die Ergebnisse auf EBITDA- und EBIT-Ebene. Geografisch wurde das Portfolio 2025 über die Stammmärkte hinaus im Wesentlichen um den kroatischen Markt ergänzt. Bei der Entwicklung neuer Produkte verzeichnete das Geschäftsfeld ebenfalls Erfolge. Rohstoffseitig ist es ein Vorteil, dass die PCC das wesentliche Isocyanat MDI zur Herstellung der Schäume zum größten Teil aus Asien außerhalb China bezieht und nur in geringeren Mengen aus Europa. Verknappungen auf dem europäischen Markt haben infolgedessen keine gravierenden Auswirkungen auf unser Geschäft.

Im Geschäft mit Polyurethan-Systemen in Deutschland produziert und vertreibt die PCC Polierpads auf Spezialschaumbasis unter anderem für die Fahrzeugaufbereitung, aber auch für Isolierungen mit wärmeabhängiger Leitfähigkeit. Im Geschäftsjahr 2025 steigerte dieser Geschäftsbereich Mengen und Umsatz, die Erweiterung des Kundenportfolios der vergangenen Jahre schlug sich in Absatzsteigerungen nieder. Mit Investitionen in eine zusätzliche Produktionslinie sowie Modernisierungen im Maschinenpark ist der Grundstein für weitere Ergebnisverbesserungen gelegt.

Der Bereich Wärmedämmplatten setzte seinen Wachstumskurs 2025 fort. Neben den Stammmärkten in Mittel- und Osteuropa konnten mit Kunden in Großbritannien und Portugal erste nennenswerte Mengen erzielt werden. Insgesamt blieb dieser Geschäftsbereich allerdings in der Verlustzone, auch wenn die Vorjahresverluste signifikant reduziert wurden.

Das Geschäftsfeld Alkylphenole steigerte 2025 Umsatz, EBITDA und EBT erheblich. Die allgemein schwache Konjunktur in der europäischen Bauindustrie wirkte zwar belastend, jedoch profitierte die PCC vom Wegfall von Produktionskapazitäten in Europa und gewann zusätzliche Mengen bei Kunden zurück.

Das Produktportfolio des Segments Polyole & Derivate planen wir auch in Zukunft kontinuierlich zu diversifizieren und auszubauen, um die Resilienz dieses Segments langfristig zu stärken. Ein Fokus wird auf der Entwicklung von Produkten für kundenspezifische Anwendungen liegen und weitere Anwendungsgebiete werden sukzessive ins Portfolio aufgenommen. Durch die Schließung von Produktionskapazitäten von Wettbewerbern entstehen ebenfalls Chancen für die PCC. Unsere Marktposition in Südostasien planen wir auch im neuen Geschäftsjahr weiter zu steigern. Die Anlage in Malaysia zur Herstellung von Alkoxylaten, einer Chemikaliengruppe, die spezielle nichtionische Tenside und Polyether-Polyole umfasst, hat eine Produktionskapazität von 70.000 Tonnen. Sie soll in den kommenden Jahren zu weiterem Wachstum der PCC-Gruppe beitragen und die geografische Diversifikation der PCC-Gruppe weiter voranbringen.
Kennzahlen des Segments Polyole & Derivate 2025
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Anteile am Konzernumsatz
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Anteile an den Konzerninvestitionen
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Anteile an den Konzernsachanlagen
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Anteile Mitarbeitende im Konzern
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Tenside & Derivate
Tenside haben als oberflächenaktive Substanzen ein überaus breites Anwendungsspektrum. Sie verringern die Oberflächenspannung einer Flüssigkeit oder die Grenzflächenspannung etwa zwischen einer festen Oberfläche und einer Flüssigkeit. Zu ihren vielfältigen Einsatzmöglichkeiten gehören das Schäumen, Benetzen, Emulgieren und Reinigen. Tenside sind unter anderem Grundkomponenten von Wasch- und Reinigungsmitteln sowie Körperpflegeprodukten. Sie finden auch in der Textilindustrie, Agrochemie sowie bei der Herstellung von Schmierstoffen, Farben, Lacken und auch Kunststoffen Anwendung.

Das Segment Tenside & Derivate umfasst die Geschäftsfelder Anionische Tenside, Nichtionische Tenside, Amphotere Tenside (Betaine) sowie Downstream-Aktivitäten im Konsumgüterbereich. Letzteres Geschäftsfeld fokussiert sich auf Haushalts- und Industriereiniger sowie Waschmittel und Körperpflegeprodukte, die wir sowohl unter eigenen Markennamen als auch als Private-Label-Produkte vermarkten.

Die PCC-Gruppe betreibt Produktionsstandorte in Europa und jeweils einen in den USA und in Malaysia. Wir vermarkten die Produkte dieses Segments weltweit. Hauptabsatzgebiet sind die EU-Mitgliedstaaten.
Das Segment Tenside & Derivate erzielte 2025 einen Umsatz in Höhe von 256,1 Millionen €, ein deutliches Plus von 14,5 % gegenüber dem Vorjahr. Der Anteil am Gesamtumsatz des PCC-Konzerns erhöhte sich um 4,4 Prozentpunkte auf 27,7 %. Die Zahl der Mitarbeitenden betrug zum Geschäftsjahresende 519 (Vorjahr: 507).

Insgesamt lag die Steigerung der Absatzmengen 2025 im Rahmen unserer Erwartungen. Dabei legte der Absatz von Spezialprodukten für industrielle Anwendungen stärker zu als der von Körperpflegeprodukten und Kosmetika. Die in diesem krisenbeständigen Geschäft neu in Betrieb genommenen Produktionskapazitäten unterstützten diese Entwicklung im Konsumgüterbereich. 2025 nahm die PCC am Produktionsstandort im polnischen Płock eine neue Produktionsanlage für Ethoxylate mit einer Nominalkapazität von 35.000 – 40.000 Tonnen pro Jahr in Betrieb. Die Anlage konnte direkt mit signifikanten Mengen betrieben werden. Diese zusätzliche Kapazität ermöglicht PCC eine weitere Diversifizierung des Produktportfolios und entsprechende Produktangebote für neue Anwendungsgebiete. Darüber hinaus erhöht die neue Anlage die Nachhaltigkeit unserer Tenside-Produktion und damit auch die Wettbewerbsfähigkeit dieses Segments.

Allerdings blieb das durchschnittliche Preisniveau 2025 sowohl bei Konsumgütern als auch bei Tensiden, die zu ihrer Herstellung verwendet werden, niedrig. Eine der wesentlichen Ursachen war auch hier neben der schwachen Konjunktur in Europa der zunehmende Wettbewerbsdruck insbesondere aus China und Indien.

Das Segment erzielte ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von 24,7 Millionen €, ein Anstieg um 4,9 % zum Vorjahr. Neben den geschilderten Faktoren schlugen hierbei auch die steigenden Rohstoffkosten für die Herstellung von Ethoxylaten und Tensiden zu Buche. Dabei konnten industrielle Anwendungen im Geschäftsfeld Tenside, vor allem in Westeuropa, verhalten ansteigende Roherträge erzielen. Auch das Geschäftsfeld Konsumgüter steigerte Mengen und Umsätze weiter deutlich, bei gleichzeitigem Anstieg der Rohstoffkosten ging dies aber mit einem Rückgang bei EBITDA und Ergebnismarge einher.

Im US-Markt verzeichnete die PCC im Tenside-Segment ein starkes Geschäftsjahr. Dank Mengenwachstum konnten Umsatz und Ergebnisse deutlich gesteigert werden und trotz des starken Wettbewerbs behauptete sich die PCC mit dem dortigen Produktportfolio. Auch der Anteil von Produkten aus unserer europäischen Produktion erhöhte sich im US-Portfolio durch die Anstrengungen des lokalen Vertriebsteams. Im Zuge der seit Frühjahr 2025 verschärften und teils sehr volatilen US-Zollpolitik festigte sich die Marktposition unserer dortigen Business Unit.

Das Geschäftsfeld Konsumgüter profitierte im abgelaufenen Geschäftsjahr von der weiter steigenden Nachfrage nach Private-Label- Produkten, insbesondere in Mittel- und Osteuropa. Zusätzliche Umsätze bei Bestandskunden und Neukunden sorgten für Wachstum. Allerdings stiegen auch die wesentlichen Rohstoffkosten, was nicht zeitnah weitergereicht werden konnte, sodass die Ergebnisse unter denen des Vorjahres lagen.

Die PCC-Gruppe plant im Segment Tenside & Derivate, das Produktportfolio weiter zu diversifizieren und den Anteil an höherwertigen Spezialprodukten kontinuierlich auszubauen. Dabei wird der Vertrieb segmentübergreifend zunehmend anwendungsbezogen ausgerichtet und soll zusätzlich durch Regionalmanager gestärkt werden, und zwar in West-, Zentral-Ost- und Südeuropa. Darüber hinaus internationalisieren wir unser Geschäft weiter, um die Absatzmärkte noch stärker zu diversifizieren. Im Fokus stehen hier Asien, die MENA-Region sowie langfristig die USA.

Durch die aktuell am Standort Brzeg Dolny im Bau befindlichen Alkoxylate-Anlage werden auch für dieses Segment zusätzliche Kapazitäten geschaffen. Aufgrund der dadurch abgesicherten Rohstoffversorgung kann daher an diesem Standort ab Anfang 2027 das weitere Wachstum in diesem Segment gestützt werden.
Kennzahlen des Segments Tenside & Derivate 2025
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Anteile am Konzernumsatz
in %
Anteile an den Konzerninvestitionen
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Anteile an den Konzernsachanlagen
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Anteile Mitarbeitende im Konzern
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Chlor & Derivate
Chlor zählt zu den wichtigsten und meistproduzierten Grundstoffen in der chemischen Industrie. Innerhalb des PCC-Konzerns dient die Chemikalie unter anderem zur Herstellung von Folgeprodukten wie Propylenoxid sowie Monochloressigsäure (MCAA, englisch Monochloroacetic acid) und von Phosphor- Derivaten. Chlor kommt außerdem als Desinfektionsmittel zum Einsatz und findet, ebenso wie diverse Chlor-Folgeprodukte, unter anderem in der Wasserwirtschaft und der Petrochemie Anwendung.

Das Segment Chlor & Derivate ist in vier Geschäftsfelder unterteilt: Chlor, Chlor-Folgeprodukte, Monochloressigsäure sowie Phosphorund Naphthalin-Derivate. 2025 wurden Chlor und auch die Folgeprodukte ausschließlich am Standort im polnischen Brzeg Dolny hergestellt und von dort aus vermarket.

Der Umsatz dieses Segments belief sich 2025 auf 191,8 Millionen € und lag damit um 8,5 % unter Vorjahr. Der Anteil am Konzernumsatz verringerte sich um einen Prozentpunkt auf 20,8 %. Das Segment beschäftigte im abgelaufenen Geschäftsjahr 389 Mitarbeitende (Vorjahr: 431).

Das Segment Chlor & Derivate stellte 2025 trotz Umsatzrückgangs den Hauptergebnisträger des PCC-Konzerns. Allerdings führten die schwache Konjunktur in Europa, der zunehmende Wettbewerbsdruck aus China und die Kostensteigerungen der vergangenen Jahre zu Ergebnisrückgängen. Die PCC-interne Weiterverarbeitung von Chlor zur Produktion von Propylenoxid, was wiederum als Rohstoff für die Polyole-Herstellung dient, verharrte aufgrund des schwachen europäischen Marktes für Polyole und Schaumstoffe auf Vorjahresniveau. Ein weiterer Chlor-Abnehmer am Produktionsstandort in Polen ist das Geschäftsfeld MCAA, das 2025 die Produktionsmengen erhöhte. Natronlauge, das wichtigste Chlor-Nebenprodukt, zeigte eine stabile Mengenentwicklung. Die durchschnittlichen Preise für Chlor und Chlor-Nebenprodukte gingen im Vergleich zu 2024 weiter zurück, mit entsprechenden Auswirkungen auf die Ergebnisentwicklung des Segments. Ergebnisbegünstigend wirkten sich Ausgleichszahlungen des polnischen Staates für CO2-Kompensationen aus. Das Segment erzielte ein Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) von 38,0 Millionen €, ein Rückgang um 35,7 % im Vergleich zum Vorjahr.
Das Geschäftsfeld Phosphor- und Naphthalin-Derivate profitierte noch im ersten Halbjahr 2025 von den im Vorjahr von der Europäischen Union teilweise erlassenen Einfuhrzöllen auf chinesische Produkte. Dies stärkte die Preisstabilität bei phosphorbasierten Flammschutzmitteln, bevor im zweiten Halbjahr erneut zunehmend Mengen aus chinesischer Produktion auf die europäischen Märkte drängten und sich der Preiswettbewerb erneut intensivierte. Zwischenzeitlich konnte so der stark asymmetrische Wettbewerbsdruck aus China mit angebotenen Preisen, die teilweise unter den Herstellungskosten in Europa lagen, abgemildert werden. Ein Brand an unserem Produktionsstandort im zweiten Quartal 2025 führte zu zeitweisem Produktionsausfall und damit zu Mindermengen im Geschäftsjahr. Auch wenn sich der Umsatz dadurch rückläufig entwickelte, konnten wir im Wesentlichen durch verbesserte Produktionskosten eine Ergebnissteigerung erzielen. Dies beeinflusste auch die Ergebnissituation dieses Geschäftsfelds insgesamt positiv.

Im Geschäftsfeld Monochloressigsäure konnten durch ansteigende Verkäufe von MCAA-Schuppen in die USA die Mengen gegenüber dem Vorjahr deutlich gesteigert werden. Darüber hinaus ist zu berücksichtigen, dass das Vorjahr 2024 noch im Wesentlichen vom Force-majeure-bedingten Produktionsstillstand im ersten Quartal geprägt war. Im Berichtsjahr verliefen die unter anderem für turnusmäßige Wartungen und den Austausch von Katalysatoren technisch notwendigen Anlagenstillstände dagegen im geplanten Rahmen und ohne Zwischenfälle. Während sich der europäische Absatzmarkt aufgrund der schwachen Nachfrage seitwärts entwickelte, konnten in den USA die Absätze ausgeweitet werden. Europäische Abnehmer aus der Pflanzenschutzmittelindustrie drosselten ihre Produktionsmengen, was zu einem reduzierten Absatz von MCAA in diese Anwendungen führte. Insgesamt war für das abgelaufene Geschäftsjahr 2025 für dieses Geschäftsfeld aber wieder ein Aufwärtstrend zu verzeichnen. Außerdem hat im vierten Quartal 2025 ein europäischer Wettbewerber bekanntgegeben, seine europäischen Kapazitäten für die Herstellung von MCAA bis zum zweiten Halbjahr 2027 zu schließen. Wir gehen davon aus, dass sich diese Marktbereinigung positiv auf das Geschäftsfeld auswirken wird.

Aus wirtschaftlichen Gründen wurde Ende 2025 die Schließung der Anlage zur Herstellung von Monochlorbenzol beschlossen, die bis Ende des ersten Quartals 2026 umgesetzt werden soll. Die PCC setzt damit die Maßnahmen zur Portfoliooptimierung und Kostenreduzierung fort. Die Einmalaufwendungen für Abschreibungen und Schließungskosten belaufen sich im Vorsteuerergebnis auf rund 6,8 Millionen €. Gleichzeitig gehen damit auch weitere Kostenoptimierungen bei konzerninternen Serviceeinheiten einher, die reduziert werden.

Die 2025 getätigte Investition in zwei weitere Elektrolyseure zur Chlor-Produktion ermöglicht es uns, besser auf Strompreisentwicklungen zu reagieren und die Fahrweise der Anlage margensteigernd zu optimieren. Bei einer optimierten Fahrweise der Elektrolyseure können größere Mengen zu den Tageszeiten hergestellt werden, in denen viel Energie aus erneuerbaren Quellen zur Verfügung steht – ein weiterer Beitrag zu Klimaschutz und Energieeffizienz.

In der Tendenz erwarten wir für das Segment Chlor & Derivate durch die Verknappung von Produktionskapazitäten in Europa eine Stabilisierung der Preise und damit auch eine Verbesserung unserer Marktsituation.
Kennzahlen des Segments Chlor & Derivate 2026
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Anteile am Konzernumsatz
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Anteile an den Konzerninvestitionen
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Anteile an den Konzernsachanlagen
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Anteile Mitarbeitende im Konzern
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Silizium & Derivate
Siliziummetall wird unter anderem als Aluminium-Legierungselement sowie in der chemischen Industrie bei der Siloxan- und Silikonherstellung verwendet. Darüber hinaus besteht langfristig ein starker Bedarf an Siliziummetall in Anwendungen wie Solarmodulen, Halbleitern sowie Batterien. Diese Anwendungen machen Siliziummetall zu einem zentralen Baustein in der nachhaltigen Transformation der Industrie.

Das Segment Silizium & Derivate gliedert sich in die Geschäftsfelder Siliziummetall und Quarzit und umfasst damit die Siliziummetall-Anlage in Island, die seit Juli 2025 temporär stillgelegt ist, sowie den Quarzit-Steinbruch in Polen. Quarzit ist einer der Basisrohstoffe für die Herstellung von Siliziummetall. Darüber hinaus wird in diesem Segment ein Geschäftsbereich geführt, der für Mitarbeitende in Island Wohnraum organisiert.

Insgesamt erzielte das Segment Silizium & Derivate im abgelaufenen Geschäftsjahr aufgrund des vorübergehenden Anlagenstillstands einen im Jahresvergleich um 52,7 % geringeren Umsatz von 40,2 Millionen €. Der Anteil am Konzernumsatz sank um 4,5 Prozentpunkte auf 4,4 %. Die Zahl der Mitarbeitenden reduzierte sich zum Stichtag auf 94 (Vorjahr: 226).

Das Segment machte einen EBITDA-Verlust von – 32,5 Millionen €, was einer minimalen Ergebnisverbesserung um 0,5 Millionen € oder 1,5 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht.

Hauptumsatzträger des Segments ist die Siliziummetall-Anlage im isländischen Húsavík mit einer nominalen Jahreskapazität von 36.000 Tonnen. Nachdem die Anlage im Vorjahr den Geschäftsbetrieb wieder auf zwei Öfen ausgeweitet und damit ihre Leistung auf 100 % erhöht hatte, musste die Produktionskapazität 2025 wieder auf die Hälfte reduziert werden, da der Strom gemäß Ankündigung vom Dezember 2024 verknappt wurde. Daraufhin passte die PCC auch die Einkaufspolitik für die notwendigen Rohstoffe für dieses Geschäftsfeld an. Zusammen mit einem externen Beraterteam erreichte die PCC eine Steigerung der Effizienz und damit eine Verbesserung der Produktionskosten der Anlage. Der sich im Frühjahr zuspitzende Handelskonflikt zwischen den USA und China führte zur massiven Umlenkung von ursprünglich für den US-Markt produziertem Siliziummetall nach Europa, mit der Folge eines weiteren Preisverfalls. Die PCC konnte zu diesen Bedingungen keinen wirtschaftlichen Produktionsbetrieb aufrechterhalten und stoppte daher die Produktion. Seit Juli 2025 stehen beide Öfen vorübergehend still – eine Maßnahme, wie sie auch andere europäische Siliziummetall- Produzenten getroffen haben: Im dritten Quartal legten mehrere Anbieter ihre Produktion still, ein deutscher Produzent schloss Ende 2025 sogar vollständig seine Produktionsanlagen. Der europäische Markt ist nahezu ungeschützt vor Dumpingimporten und die heimischen Produktionsanlagen sind ohnehin bereits durch hohe Sicherheitsstandards und Arbeitsauflagen sowie asymmetrische Umweltschutzauflagen belastet. Durch die fehlende Harmonisierung der Zollpolitik zwischen der Europäischen Union und EFTA-Staaten wie Island oder Norwegen sind diese Märkte leider auch weiterhin zollfreien Importen aus China ausgesetzt, was teilweise zu Preisen unter Herstellungskosten führt. Die PCC hat daher 2025 bei der isländischen Regierung die Überprüfung des aktuellen Nullzolltarifs beantragt. Nach erster Prüfung können ab dem ersten Quartal 2026 vorübergehende Zölle beantragt werden. Die Europäische Kommission hat wider Erwarten beim Ergreifen von Schutzmaßnahmen für die europäische Industrie Island, Norwegen und die dortigen Siliziummetall- Hersteller ausgenommen. Die PCC-Gruppe erwartet hier eine stärkere Unterstützung von politischer Seite.
Die wirtschaftliche Situation der Siliziummetall-Anlage ist aufgrund der genannten und auch in den Quartalsberichten der PCC erwähnten Entwicklungen angespannt. Die PCC prüft verschiedene Szenarien, wie der weitere Geschäftsbetrieb künftig ausgestaltet werden könnte. Zusammen mit dem Management der PCC SE beobachtet das lokale Management die Marktentwicklungen fortlaufend. Derzeit plant die PCC, den vorübergehenden Anlagenstillstand über einen längeren Zeitraum des neuen Geschäftsjahres 2026 fortzusetzen. Marktdaten und Vorhersagen sehen eine Markterholung voraussichtlich gegen Ende 2026 / Anfang 2027 voraus. Unter bestimmten wirtschaftlichen und regulatorischen Bedingungen kann sich die PCC ein Wiederanfahren vorstellen. Dazu muss allerdings gewährleistet sein, dass sich die Preissituation in Europa von derjenigen in China entkoppelt, wo Siliziummetall unter deutlich schlechteren Sozial- und Umweltstandards produziert wird. Die aktuelle Marktund Preissituation sowie konservative Prognosen der zu erwartenden Cashflows, resultierten im Konzernabschluss 2025 in einer Wertminderung der Siliziummetall-Anlage in Höhe von 109,8 Millionen €.

Der Quarzit-Steinbruch im polnischen Zagórze versorgt Ferrolegierungshersteller und Aluminiumschmelzen in Osteuropa mit seinem Material. Nach dem temporären Anlagenstillstand der Siliziummetall-Anlage in Island brachen die entsprechenden Quarzit- Lieferungen weg. Zusätzlich verkauft dieser Geschäftsbereich aber auch weiterhin Quarzit anderer Qualitäten als Schotter für den Bau von Straßen- und Eisenbahntrassen. Das Geschäftsjahr verlief für den Steinbruch erfolgreich, was im Wesentlichen aus einer hohen Auslastung und erhöhten Mengen für die Ferrolegierungsindustrie resultierte. Der Umsatz lag um rund 2,4 % über Vorjahr und beim EBITDA erzielte der Standort eine deutliche Steigerung.
Kennzahlen des Segments Silizium & Derivate 2025
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Anteile am Konzernumsatz
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Anteile an den Konzerninvestitionen
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Anteile an den Konzernsachanlagen
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Anteile Mitarbeitende im Konzern
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Handel & Services
Im Handel mit petro- und carbostämmigen Rohstoffen verfügt die PCC-Gruppe über eine Expertise aus mehr als drei Jahrzehnten. Zum Handelsportfolio gehören chemische Basisrohstoffe sowie Kokerei-Nebenprodukte, insbesondere Rohbenzol. In geringerem Umfang handelt die PCC außerdem feste Brennstoffe wie Koksgrus, Kleinkoks und Anthrazit in kleinen Körnungen. Darüber hinaus unterstützt dieses Segment Konzerngesellschaften beim Einkauf von Vorprodukten und Rohstoffen. Zudem zählen Vertriebsorganisationen in ausgewählten Regionen zu diesem Segment. Auch der Bereich konventionelle Energien, der vor allem die konzerneigenen Produktionsanlagen in Polen mit Prozessdampf und Strom versorgt, und darüber hinaus eine Vielzahl weiterer interner Dienstleistungen in den Bereichen Informationstechnologie, Infrastruktur, Analytik, Wartung und Instandhaltung sowie Entsorgung werden in diesem Segment geführt.

Das Segment Handel & Services gliedert sich in die beiden Geschäftsfelder Rohstoffhandel und Dienstleistungen. Die Aktivitäten werden im Wesentlichen aus Deutschland, Polen und der Tschechischen Republik heraus angeboten. Zudem zählen Vertriebsorganisationen in der Türkei und Italien zu diesem Segment.

Insgesamt erzielte das Segment Handel & Services im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Umsatz von 100,0 Millionen € und blieb damit um 3,6 % unter Vorjahr. Der Anteil am Konzernumsatz bliebt mit 10,8 % stabil (Vorjahr: 10,8 %). Die Zahl der Mitarbeitenden betrug zum Stichtag 989 (Vorjahr: 1.023). Insbesondere die Aktivitäten der konzerninternen Serviceeinheiten sind sehr personalintensiv.
Das EBITDA im Segment Handel & Services belief sich auf 21,6 Millionen €, ein Plus von 9,4 Millionen € oder 77,4 % gegenüber dem Vorjahr.

Der größte Umsatzträger des Segments ist das von Deutschland aus betriebene Handelsgeschäft. Absatz und Umsatz gingen 2025 zurück. Bei gleichzeitigem Rückgang der Bezugskosten stieg der Rohertrag um 15,7 %. Zudem verbesserte sich die Kostenstruktur in diesem Geschäft, sodass das EBITDA vor Sondereinflüssen um 68,4 % zum Vorjahr stieg. Im Januar 2026 wurde die Insolvenz eines Kunden bekannt und die offenen, ungedeckten Forderungen wurden infolgedessen wertberichtigt. Hinzu kommen vorsorgliche Wertberichtigungen auf Forderungen und Abwertungen von Darlehensforderungen. In Summe belaufen sich diese Sondereffekte auf einen kleinen einstelligen Millionenbetrag. Sie ließen das Vorsteuerergebnis des deutschen Handelsgeschäfts trotz der deutlich verbesserten operativen Situation ins Negative abrutschen. Das Handelsgeschäft im tschechischen Markt verlief konjunkturbedingt auf niedrigem Niveau und leicht defizitär. Das Handelsgeschäft für den türkischen Markt vertreibt dort Produkte aus den PCC-Chemiesegmenten. Diese Aktivität beendete das abgelaufene Geschäftsjahr zwar leicht unter Vorjahr, aber immer noch mit einem Gewinn. Das Handelsgeschäft für den italienischen Markt wurde Mitte 2024 eröffnet und hatte 2025 sein erstes volles Geschäftsjahr. Es erzielte einen niedrigen zweistelligen Millionenumsatz mit Produkten der PCC-Gruppe. Sämtliche Ergebnisebenen waren leicht positiv.

Das ebenfalls in diesem Segment geführte Geschäftsfeld zur regionalen gewerblichen Energieversorgung in Polen verzeichnete zum wiederholten Mal ein erfolgreiches Geschäftsjahr. Der Bereich profitierte vor allem von der lokalen Neuansiedlung von Kunden und entsprechend höheren Absatzmengen. Daraus resultierten ein Umsatzanstieg von 9,4 % und deutliche Ergebniszuwächse auf allen Ebenen.
Kennzahlen des Segments Handel & Services 2025
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Anteile am Konzernumsatz
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Anteile an den Konzerninvestitionen
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Anteile an den Konzernsachanlagen
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Anteile Mitarbeitende im Konzern
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Logistik
Das Segment Logistik umfasst die Geschäftsfelder Intermodaler Transport und Straßentransport. Die PCC ist der führende Anbieter von intermodalen Containertransporten in Polen. Das Logistiknetz reicht auf der Basis mehrerer eigener Containerterminals in Polen und Deutschland von Osteuropa bis in die Beneluxländer sowie über Norditalien bis nach Griechenland und in die Türkei. Die Tankwagenflotte der PCC-Gruppe ist auf den europaweiten Straßentransport flüssiger Chemikalien spezialisiert.

Der Umsatz des Segments Logistik belief sich 2025 auf 157,7 Millionen € und lag damit um 2,0 % über Vorjahr (154,6 Millionen €). Der Anteil am Konzernumsatz stieg um einen Prozentpunkt auf 17,1 %. Die Zahl der Mitarbeitenden erhöhte sich zum Stichtag auf 663 (Vorjahr: 652).

Das Segment Logistik wird vom Geschäftsfeld Intermodaler Transport dominiert, dessen Portfolio regelmäßige kombinierte Transporte sowohl innerhalb Polens als auch auf internationalen Strecken mit Ausgangspunkten unter anderem in Rotterdam, Hamburg, Antwerpen und Duisburg umfasst. Mehrmals wöchentlich bieten wir Transporte von den polnischen Häfen in Richtung ukrainischer Grenze und umgekehrt an. Zudem bestehen regelmäßige Containerganzzugverkehre zwischen dem PCC-Terminal im polnischen Gliwice und dem norditalienischen Padua mit diversen inneritalienischen Anschlussverbindungen sowie über Bari auch nach Griechenland und in die Türkei.

Das EBITDA des Segments sank um 1,6 Millionen € oder 6,4 % auf 24,2 Millionen €. Hauptgrund für diesen Rückgang sind die gestiegenen Kosten für Transport und Betrieb. Insgesamt war das Berichtsjahr für den intermodalen Containertransport herausfordernd wegen der unverändert schwächelnden Konjunktur in Europa, des hohen Kostendrucks und des harten Wettbewerbs durch Straßentransporte. Die modernisierungsbedürftige Infrastruktur in Polen und Deutschland sowie unverhältnismäßig lange Abfertigungszeiten in Seehäfen und an Grenzen stellten zusätzliche Schwierigkeiten dar. Teilweise chaotische Verhältnisse an der polnisch-ukrainischen Grenze führten immer wieder zu Verzögerungen beim Abtransport von ukrainischen Waren zu den polnischen Seehäfen und auch bei Lieferungen in die umgekehrte Richtung.
Bedingt durch diese Herausforderungen schloss das Geschäftsfeld Intermodaler Transport das abgelaufene Geschäftsjahr leicht unter Vorjahr ab. Dabei stiegen Containerumschläge und Umsatz, die Auslastung der Terminals und der Zugverkehre stieg sogar im zweistelligen Prozentbereich. Im Intermodaltransport verteidigten wir daher 2025 in Polen auch die Marktführung, gemessen an der Transportleistung. Dies geht aus Zahlen des polnischen Schienenverkehrsamts hervor. Demnach waren wir mit einem Anteil von 21,3 % der Transportleistung der führende polnische Anbieter von kombinierten Containertransporten auf Schiene und Straße.

Die PCC wird auch in den kommenden Jahren weiter in die intermodale Struktur im Konzern investieren. Insbesondere die Investitionen in weitere Lokomotiven nebst zusätzlichen Plattformen für Containerauflieger ermöglichen flexiblere Reaktionen auf Marktveränderungen und die entsprechenden Planungen von Verkehren. Der Bau weiterer Terminals soll das Wachstum langfristig stützen. Ein entsprechendes Projekt wird aktuell südlich der polnischen Seehäfen Gdynia und Gdańsk entwickelt. Der Projektstart erfolgt jedoch erst nach Subventionszusagen, die für 2026 erwartet werden. Für ein weiteres neues Terminal am Standort Ropczyce im Südosten Polens erhielt die PCC 2025 eine Subventionszusage für fast die Hälfte des geplanten Investitionsvolumens. Die Bauarbeiten sollen 2026 beginnen.

Das Geschäftsfeld Straßentransport verzeichnete im Rahmen der schwachen Wirtschaftslage in Europa einen leicht rückläufigen Absatz und Umsatz. Durch weitere Optimierungen des Verbrauchs sowie einen leichten Rückgang der Treibstoffkosten konnte die Betriebsleistung gesteigert werden. Dem standen zwar gestiegene Personal- und Fremdleistungskosten gegenüber, jedoch verbesserte sich das EBITDA insgesamt noch leicht gegenüber dem Vorjahr.
Kennzahlen des Segments Logistik 2025
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Anteile am Konzernumsatz
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Anteile an den Konzerninvestitionen
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Anteile an den Konzernsachanlagen
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Anteile Mitarbeitende im Konzern
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Holding & Projekte
Das Segment Holding & Projekte steuert Zukunftsprojekte der PCC-Gruppe. Dazu gehören unsere 2024 fertiggestellte Alkoxylate- Produktionsanlage in Malaysia, die wir in einem Joint Venture betreiben, sowie die Planungen für eine weitere Alkoxylate- Anlage und für eine Chlor-Produktion in den USA. Auch unser deutsches Start-up zur Entwicklung einer Materialkomponente aus Nano-Siliziumpulver zur Leistungssteigerung von Lithium-Ionen-Batterien führen wir in diesem Segment.

Das Segment Holding & Projekte ist in die Geschäftsfelder Beteiligungsmanagement und Projekte gegliedert. Neben der Konzernobergesellschaft PCC SE gehören weitere Zwischenholdings und Projektgesellschaften zu diesem Segment. Diese Aktivitäten werden vom Konzernhauptsitz in Duisburg gesteuert und verfügen teilweise über eigene Organisationen in Märkten wie Malaysia oder den USA.

Das Segment Holding & Projekte erzielte im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Umsatz von 3,2 Millionen €, 0,7 Millionen € mehr als im Vorjahr. Der Anteil am Konzernumsatz lag stabil bei 0,3 % (Vorjahr: 0,3 %).

Das Segment erzielte inklusive der Anpassung aus Konsolidierungsbuchungen ein EBITDA von – 5,7 Millionen € (Vorjahr: – 13,0 Millionen €). Die Zahl der Mitarbeitenden des Segments stieg zum Stichtag auf 116 (Vorjahr: 110).

Im Segment Holding & Projekte werden zwei Projektgesellschaften geführt, die nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss der PCC-Gruppe einbezogen werden: das Joint Venture OOO DME Aerosol, Pervomaysky (Russland), sowie das Joint Venture PCG PCC Oxyalkylates Sdn. Bhd., Kuala Lumpur (Malaysia), das wir mit unserem Partner PETRONAS Chemicals Group (PCG) führen. Die von dieser Beteiligung betriebene Anlage zur Produktion von Alkoxylaten (speziellen nichtionischen Tensiden und Polyether-Polyolen für ein breites Spektrum industrieller Anwendungen) nahm 2024 den kommerziellen Betrieb auf. Die Jahreskapazität liegt bei 70.000 Tonnen. Die Auslastung konnte 2025 durch unterschiedlichste Maßnahmen weiter gesteigert werden und Organisationsanpassungen führten zu weiteren Prozessverbesserungen. Trotz dieser Maßnahmen schloss das Joint Venture das Geschäftsjahr 2025 mit einem Verlust ab. Hintergrund ist der auch in Asien intensive Wettbewerb mit vornehmlich chinesischen Exporten. Die 2025 eingeleiteten Maßnahmen zeigen aber auch zu Jahresbeginn 2026 Wirkung. In Zukunft wird die PCG PCC Oxyalkylates Sdn. Bhd. mit ihrer Alkoxylate-Produktion zu weiterem Wachstum in Polyole- und Tenside-Segment beitragen.
Die Expansion von Kerngeschäftsbereichen der PCC-Gruppe in wachstumsstarke Regionen planen wir segmentübergreifend weiter voranzutreiben. Ähnliche Expansionspläne wie in Asien bestehen daher auch im wachstumsstarken US-Markt. Bei unserem Alkoxylate- Projekt in den USA führten wir die Prüfung vor Ort fort. Und wir prüften in den USA auch den möglichen Bau und Betrieb einer Chloralkalianlage im Bundesstaat Mississippi. Im Dezember 2024 schlossen wir dazu bereits einen langfristigen Abnahmevertrag für Chlor-Lieferungen. Dieser Abnahmevertrag bildet die kommerzielle Basis für die mögliche Investition und sorgt für eine deutliche Reduzierung von potenziellen Markt- oder Absatzrisiken. Alle für den Bau der Anlage und einen späteren Betrieb notwendigen lokalen Genehmigungen wurden 2025 erteilt. Das Ziel, Ende des vierten Quartals eine Investitionsentscheidung zu treffen, konnte aufgrund erforderlicher Nachbesserungen der technischen Arbeitspakete noch nicht erreicht werden. Der für die Erstellung des Front-End-Engineering- Designs (FEED) beauftragte Dienstleister konnte bislang seine Arbeiten nicht abschließen und daher dem Vorstand der PCC SE auch nicht die für die Entscheidung notwendigen Unterlagen vorlegen. Diese Arbeiten wurden im ersten Quartal 2026 fortgesetzt und im April unterbrochen.

Ein weiteres Zukunftsprojekt, das wir im Segment Holding & Projekte führen, verfolgt die PCC mit der Entwicklung eines innovativen Werkstoffs aus Nano-Siliziumpulver, die wir auch 2025 fortsetzten. Dieser Werkstoff steigert als Anodenmaterial die Leistung von Lithium- Ionen-Batterien. Im Geschäftsjahr 2025 wurden stabile Werte bei Musterproduktionen erreicht. Das Material wurde an erste Kunden zum Test auf deren Produktionsanlagen sowie zur Qualifikation ausgeliefert. Die Vermarktung zeigt mit dem Abschluss von ersten Absichtserklärungen erste Erfolge. Die PCC sucht zur Beschleunigung der Entwicklungen und Marktreife der Produkte zusätzliche Co-Investoren. Die EU-Kommission hat das Batteriematerialienprojekt als strategisches Rohstoffprojekt in der EU eingestuft. Zu den mit dieser Einstufung verbundenen Vergünstigungen gehören ein leichterer Zugang zu Fördermitteln und Finanzierungen sowie deutlich beschleunigte Genehmigungsprozesse.

Das Joint Venture OOO DME Aerosol, welches in der russischen Region Tula eine Anlage zur Herstellung von Dimethylether (DME) betreibt, verkauft seine Ware sanktionskonform nicht in die Mitgliedstaaten der EU und im Wesentlichen im Inland. Das Joint Venture konnte einen kontinuierlichen Anlagenbetrieb aufrechterhalten und erzielte einen positiven Cashflow. Die lokale Gesellschaft konnte daher regelmäßige Darlehenstilgungen an die PCC SE leisten.

Im Bereich der erneuerbaren Energien, den wir im Geschäftsfeld Projekte führen, waren 2025 fünf Kleinwasserkraftwerke in Nordmazedonien und eines in Bosnien-Herzegowina in Betrieb. Für drei weitere Standorte in Bosnien-Herzegowina stehen immer noch Genehmigungen aus und ein Abschluss dieses langwierigen Prozesses ist nach wie vor nicht in Sicht. Immerhin lieferten die sechs operativen Beteiligungen auch 2025 gestiegene Cashflows. Angesichts des allgemein steigenden Energiebedarfs sowie der aktuellen Klimaschutzinitiativen erwarten wir perspektivisch eine zunehmende Flexibilität bei einer möglichen Verwertung dieser Assets.
Kennzahlen des Segments Holding & Projekte 2025
G_L_10
Anteile am Konzernumsatz
in %
Anteile an den Konzerninvestitionen
in %
Anteile an den Konzernsachanlagen
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Anteile Mitarbeitende im Konzern
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