Wirtschaftliche und finanzielle Verhältnisse

Entwicklung ausgewählter Konzernkennzahlen
  1. EBITDA (Earnings before Interest, Taxes, Depreciation and Amortisation) = Ergebnis vor Finanzergebnis, Steuern und Abschreibungen
  2. EBIT (Earnings before Interest and Taxes) = Operatives Ergebnis = EBITDA – Abschreibungen
  3. EBT (Earnings before Taxes = Ergebnis vor Steuern) = Vorsteuerergebnis = EBIT – Finanzergebnis
  4. Brutto-Cashflow = Konzernergebnis, bereinigt um zahlungsunwirksame Erträge und Aufwendungen
  5. ROCE (Return on Capital Employed = Gesamtkapitalverzinsung) = EBIT / (durchschnittliches Eigenkapital + durchschnittliches verzinsliches Fremdkapital)
  6. Net Debt (Nettofinanzverbindlichkeiten) = verzinsliches Fremdkapital – liquide Mittel – sonstige kurzfristige Wertpapiere
  7. Eigenkapitalquote = bilanzielles Eigenkapital / Bilanzsumme
  8. Eigenkapitalrendite = Konzernergebnis / durchschnittliches Eigenkapital
  9. Veränderung in Prozentpunkten
Ertragslage
In Gesamtbetrachtung entwickelte sich das Geschäft 2025 ähnlich schwach wie im Vorjahr. Das allgemein gedämpfte Wirtschaftswachstum, geopolitische Instabilitäten, Wettbewerbsnachteile im globalen Kontext, hohe Energiekosten sowie weiterhin unklare Aussichten belasteten das abgelaufene Geschäftsjahr. Wie das Vorjahr wurde auch 2025 von der Nachfrageschwäche in Europa, also den Hauptabsatzmärkten der PCC, geprägt. Insbesondere drückten eine schwache Baukonjunktur und die Krise der europäischen Automobilhersteller den Absatz. Von diesen Entwicklungen waren vor allem Segmente wie Polyole & Derivate und andere Bereiche der Basischemie sowie das Segment Silizium & Derivate betroffen. Hingegen setzten Geschäftsbereiche mit hoher Resilienz gegen die beobachteten Marktverwerfungen, wie das Segment Tenside & Derivate, abermals der Hauptumsatzträger im PCC-Konzern, auch im abgelaufenen Geschäftsjahr ihren Aufschwung fort. Die Segmente Logistik und Handel & Services behaupteten sich ebenfalls im schwierigen Umfeld.

Trotz vereinzelter Hinweise auf eine leichte Nachfragebelebung blieb das globale wirtschaftliche Umfeld anspruchsvoll. Dabei schwächte sich 2025 die Konjunktur mit einem Wachstum der Weltwirtschaft von geschätzt etwa 3,2 % nur wenig gegenüber dem Vorjahr ab und auch die US-Wirtschaft entwickelte sich mit nur leicht nachlassender Dynamik robust. Die europäische Wirtschaft schwächelte jedoch weiterhin, allerdings mit erheblichen Unterschieden zwischen den einzelnen Ländern. So blieb die wirtschaftliche Lage in Deutschland trotz der Reformbemühungen der seit Mai 2025 amtierenden Bundesregierung angespannt und das Wirtschaftswachstum auch nach zwei Jahren Rezession mit einem minimalen Plus von nur 0,2 % hinter vielen anderen Industrienationen zurück. Positiv hervorzuheben ist dagegen vor allem die wirtschaftliche Entwicklung in Polen, dem Hauptproduktionsstandort der PCCGruppe, denn mit über 3 % Wachstum gehörte die polnische Volkswirtschaft 2025 zu den am schnellsten wachsenden in der EU.

Die Inflationsgefahren nahmen generell ab, sodass die Europäischen Zentralbank (EZB) ihre im Vorjahr eingeleiteten Zinssenkungen fortsetzte und den Einlagenzins im zweiten Halbjahr 2025 konstant bei 2,0 % beließ. Dennoch blieb der private Konsum insbesondere in Deutschland zurückhaltend und das Investitionsklima schwach. Auch das von der Bundesregierung angekündigte umfassende Infrastruktur- Investitionspaket, das einen Konjunkturschub nach sich ziehen könnte, wurde noch nicht ansatzweise umgesetzt.

Neben den anhaltend hohen Energiekosten wirkten sich auch steigende Lohnkosten, durch die sich auch sämtliche Dienstleistungen weiter verteuerten, negativ auf die Entwicklung der europäischen Industrie und somit auch auf das Geschäft der Beteiligungsgesellschaften der PCC SE aus. Weitere belastende Faktoren waren der anhaltende regulatorische Druck, die schwerfällige Bürokratie und die ESG-Transformation. Hinzu kamen neue Belastungen aufgrund der teils widersprüchlichen Zoll-Entscheidungen durch die seit Januar 2025 amtierende US-Regierung. Infolge der teils drastisch erhöhten Einfuhrtarife in die USA wurden Warenströme aus Asien und speziell aus China noch zusätzlich nach Europa umgeleitet. Dadurch verstärkte sich der ohnehin von der schwachen chinesischen Binnennachfrage und dortigen Überkapazitäten ausgehende Trend des Exports großer Volumina chemischer Produkte und von Siliziummetall zu Dumpingpreisen nach Europa. Die Folge war ein weiter zunehmender Preiskampf in Europa. Insgesamt waren die Wettbewerbsbedingungen für Waren aus Asien und hier insbesondere aus China auch im abgelaufenen Geschäftsjahr außerordentlich schwierig für Produktion und Vorproduktion in Europa, zumal die europäische Industrie in einer Reihe von Branchen weitgehend ungeschützt diesen Billigimporten ausgesetzt ist.

Im ersten Quartal des aktuellen Geschäftsjahres kam mit dem Iran- Krieg ein zusätzlicher dominierender Einflussfaktor für die globale Wirtschaft hinzu. Innerhalb weniger Tage stiegen die Öl-, Gas- und viele weitere Rohstoffpreise signifikant und die Logistik im Nahen Osten brach teilweise zusammen. Die Folgen für die Geschäftsentwicklung der PCC-Gruppe sind abhängig von der Dauer des Konflikts, der Stabilität der europäischen petrochemischen Industrie und davon, wie schnell sich die globalen Logistikströme erholen. Kurzfristig sind aufgrund der guten Rohstoffverfügbarkeit, der höheren Kundennachfrage und des geringeren Importdrucks aus Asien positive Auswirkungen auf Chemiegesellschaften der PCC zu erwarten. Preiserhöhungen können zunächst voraussichtlich auch an Kunden weitergegeben werden. Mittelfristig besteht jedoch das Risiko, dass Kunden weitere Preiserhöhungen nicht mehr akzeptieren. Hinzu kommen mögliche Versorgungsrisiken bei wichtigen Basischemikalien wie zum Beispiel Ethylenoxid.

Insgesamt beendete der PCC-Konzern das Geschäftsjahr 2025 mit einem Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) in Höhe von 81,4 Millionen € und lag damit um 6,6 Millionen € oder 7,5 % unter Vorjahr. Der Konzernumsatz belief sich 2025 auf 923,6 Millionen €, ein Rückgang um 36,4 Millionen € oder 3,8 %. Diese Umsatzentwicklung verläuft parallel zum allgemein gedämpften Wirtschaftswachstum und zur schwachen Nachfrage in der Europäischen Union. Sowohl die chemische als auch Folgeindustrien waren von Preisrückgängen und weiterhin niedriger Auslastung betroffen. Preisrückgänge auch auf der Rohstoffeinkaufseite führten zu steigenden Roherträgen. Da sich zugleich die Kosten insbesondere im Personalbereich und bei externen Dienstleistern erhöhten, ergab sich insgesamt ein leichter Ergebnisrückgang auf EBITDA-Ebene.

Mit einem Umsatz von 256,1 Millionen € war das Segment Tenside & Derivate der Hauptumsatzträger und erzielte auch den höchsten Umsatzanstieg um 32,4 Millionen € oder 14,5 % im Vergleich zum Vorjahr. Die Segmente Logistik und Holding & Projekte konnten ihre Umsatzerlöse ebenfalls steigern. Die Segmente Polyole & Derivate, Chlor & Derivate, Silizium & Derivate und Handel & Services erzielten hingegen geringere Umsatzerlöse als im Vorjahr, wobei der größte Umsatzrückgang – um 44,8 Millionen € oder 52,7 % – im Segment Silizium & Derivate zu verzeichnen ist. Wesentliche Umsatzauswirkungen aufgrund von Veränderungen des Konsolidierungskreises waren 2025 nicht zu verzeichnen. Für die meisten PCC-Konzerngesellschaften ist der Euro nicht die funktionale Währung. Daher haben Wechselkurseffekte bei der Umrechnung der Umsatz- und Ergebniszahlen einen Einfluss auf die Konzerngewinn- und Verlustrechnung. Auf der Basis zum Vorjahr unveränderter Wechselkurse läge der Umsatz der PCC-Gruppe bei 917,6 Millionen € und fiele damit um 6,0 Millionen € oder 0,7 % geringer aus als tatsächlich. Hintergrund dafür sind die Kursentwicklungen der für den PCC-Konzern maßgeblichen Währungen, insbesondere die des polnischen Złotys.

Der Rohertrag der PCC-Gruppe ging 2025 leicht zurück und reduzierte sich auf 290,5 Millionen € (Vorjahr: 292,4 Millionen €). Die Rohertragsquote stieg dabei auf 31,5 % (Vorjahr: 30,5 %). Neben den Verkaufspreisen sanken auch die Einkaufspreise wesentlicher Rohstoffe. Die Bezugskosten für Energie und Logistik blieben aber nahezu unverändert zum Vorjahr.

Der Personalaufwand erhöhte sich im Jahresvergleich von 150,7 Millionen € auf 152,7 Millionen €. Auch im Geschäftsjahr 2025 war somit ein Anstieg zu verzeichnen. Löhne und Gehälter stiegen durch hohen Inflationsdruck weiter überproportional an, während sich die Zahl der Mitarbeitenden im Konzern reduzierte, und zwar um 180 beziehungsweise 5,5 % auf 3.115 zum 31. Dezember 2025 (Vorjahresstichtag: 3.295). Der wesentliche Teil dieses Rückgangs entfiel auf das Segment Silizium & Derivate, denn aufgrund der schwierigen Marktsituation ist die Siliziummetall-Produktion in Island seit Juli 2025 temporär stillgelegt und damit einhergehend wurde auch die Zahl der Mitarbeitenden um 132 oder 58,4 % reduziert. In den Segmenten Chlor & Derivate, Polyole & Derivate und Handel & Services war die Anzahl der Mitarbeitenden ebenfalls rückläufig. In der regionalen Betrachtung entfielen 135 der abgebauten Stellen auf die Region Sonstiges Europa und 50 auf Polen. In allen anderen Regionen wurden in Summe fünf Stellen aufgebaut.

Die sonstigen betrieblichen Erträge verringerten sich nur leicht von 45,0 Millionen € im Vorjahr um 1,8 Millionen € auf 43,3 Millionen € im abgelaufenen Geschäftsjahr. Die Position Erträge aus Kompensationszahlungen im Zusammenhang mit CO2-Zertifikaten stellt mit 19,7 Millionen € wie im Vorjahr den größten Einzelposten dar (Vorjahr: 19,4 Millionen €). Die Kompensationen werden vom polnischen Staat als Ausgleich für Preiserhöhungen bei CO2-Zertifikaten gewährt.

In den Geschäftsaktivitäten des PCC-Konzerns werden fortlaufend neue Produkte, Prozesse und Verfahren erforscht und entwickelt sowie bestehende Kundenlösungen weiterentwickelt. Dafür werden auch gesellschaftsübergreifende Projektteams gebildet. Die PCCGruppe erfasste im abgelaufenen Geschäftsjahr Aufwendungen aus Forschung und Entwicklung (F&E) in Höhe von 9,7 Millionen € und unterstrich damit das große Engagement in diesem Bereich (Vorjahr: 8,8 Millionen €). Zusätzlich wurden Ausgaben für selbst entwickelte immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen in Höhe von 3,3 Millionen € aktiviert (Vorjahr: 1,1 Millionen €).

Das Investitionsvolumen betrug 2025 insgesamt 173,8 Millionen € und lag damit um 37,4 % über den Investitionen des Vorjahres von 126,5 Millionen €. Die Investitionen verteilten sich im Wesentlichen auf die Segmente Chlor & Derivate, Logistik und Handel & Services sowie auf die Projektentwicklungen im Segment Holding & Projekte. Die PCC-Gruppe fokussierte sich dabei vornehmlich auf langfristige Investitionen, die mit Modernisierungsinvestitionen einhergehen. Neben der Fertigstellung zweier neuer Elektrolyseure in der Chlor- Produktion wurde im Geschäftsjahr 2025 auch weiter in die im Bau befindliche Alkoxylate-Anlage am Standort Brzeg Dolny investiert. Dies wurde von Investitionsmaßnahmen in die Infrastruktur, zum Beispiel in das lokale Stromnetz, begleitet (Segment Handel & Services). Hinzu kamen Investitionen in Lokomotiven, Eisenbahnkesselwagen und Wagons im Segment Logistik. Weitere Mittel wurden für die Entwicklung hochmoderner Materialkomponenten von Lithium-Ionen-Batterien bereitgestellt. In der regionalen Betrachtung entfiel im Geschäftsjahr 2025 mit 135,4 Millionen € (Vorjahr: 102,2 Millionen €) der größte Teil der Investitionen auf Polen. Alle Investitionen sollen zu künftigen Umsatz- und Ergebnissteigerungen des PCC-Konzerns beitragen. Gleichzeitig bedeuten Investitionen für die Konzerngewinn- und Verlustrechnung einen Anstieg von Abschreibungen und Zinsaufwand, der bei noch nicht abgeschlossenen Investitionen weiterhin kapitalisiert wird. In der Bilanz sind diese Effekte zum Stichtag 31. Dezember 2025 im Zugang zu den langfristigen Vermögenswerten sowie auf der Passivseite in gestiegenen langfristigen Finanzverbindlichkeiten abgebildet. Die planmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände, Sachanlagen und Nutzungsrechte gingen im Jahresvergleich leicht auf 83,5 Millionen € (Vorjahr: 83,9 Millionen €) zurück. Die außerplanmäßigen Abschreibungen stiegen hingegen von 2,2 Millionen € im Vorjahr auf 116,2 Millionen € an.

Zinsen und ähnliche Aufwendungen resultierten im Wesentlichen aus Anleiheverbindlichkeiten, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Leasingverbindlichkeiten. Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen erhöhten sich im abgelaufenen Geschäftsjahr um 0,6 % von 50,3 Millionen € auf 50,6 Millionen €. Im Wesentlichen resultiert dieser Anstieg aus gestiegenen Finanzverbindlichkeiten für den Fremdkapitalanteil bei Investitionen. Die Leitzinsen in der Europäischen Union, in Polen und in den USA wurden seit Sommer 2024 gesenkt, mit dem jüngsten Tiefstand im Herbst 2025. Die Inflation der letzten Jahre wurde eingedämmt und so konnten entsprechend auch die zuvor stark erhöhten Basiszinssätze fiskalpolitisch wieder reduziert werden. Sowohl die Muttergesellschaft PCC SE als auch weitere Konzerngesellschaften benötigen regelmäßig Anschlussfinanzierungen oder Refinanzierungen. Einige langfristige Finanzverbindlichkeiten sind auch variabel verzinst. Hierbei wirkt sich das aktuelle Leitzinsniveau schnell aus, sodass sich die Zinslast im Geschäftsjahr 2025 reduzierte. Um insbesondere Zinssteigerungen entgegenzuwirken, bedient sich die PCC-Gruppe Absicherungsgeschäften in Form von Zinsswaps. Der gewichtete Zinssatz aller zinstragenden Verbindlichkeiten verringerte sich von 5,1 % im Vorjahr auf 4,9 % im Geschäftsjahr 2025. Die lang- und kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten erhöhten sich im Stichtagsvergleich um 77,0 Millionen € oder 8,0 % auf 1.035,2 Millionen € zum 31. Dezember 2025. Zinsen, die auf die Schaffung eines qualifizierenden Vermögenswerts entfallen, werden während der Bauzeit aktiviert.

Erträge und Aufwendungen aus Wechselkursdifferenzen sind im Finanzergebnis in der Position Ergebnis aus Währungsumrechnungen ausgewiesen. Im Geschäftsjahr 2025 resultierte daraus ein Ergebniseffekt von – 22,1 Millionen € (Vorjahr: 15,5 Millionen €).

Die effektive Steuerquote des PCC-Konzerns lag im Berichtsjahr bei – 6,2 % (Vorjahr: – 62,8 %). Im Vergleich zum Vorjahr reduzierte sich das Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) um 157,7 Millionen € auf – 187,1 Millionen €. Das Konzerngesamtergebnis der PCC-Gruppe verringerte sich von – 37,1 Millionen € im Vorjahr auf – 205,1 Millionen € im Berichtsjahr, was sich im Wesentlichen aus dem Einmaleffekt der außerplanmäßigen Wertmindung der Siliziummetall- Anlage sowie aus der Verlustzurechnung des Geschäftsfeld Siliziummetall auf Island ergibt.
Vermögenslage
Die Bilanzsumme reduzierte sich zum 31. Dezember 2025 im Vergleich zum Vorjahresstichtag um 148,9 Millionen € oder 9,3 % auf 1.456,1 Millionen €. Diese Veränderung ist im Wesentlichen auf infolge von außerplanmäßigen Wertminderungen zurückgegangene langfristige Vermögenswerte sowie geringere Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente und Vorräte zurückzuführen. Die immateriellen Vermögenswerte verringerten sich um 1,9 Millionen € auf 51,1 Millionen €. Der Nettobilanzwert der Sachanlagen reduzierte sich um 68,5 Millionen € oder 6,6 % auf 976,1 Millionen €. Die Nutzungsrechte erhöhten sich um 4,9 Millionen € oder 5,5 % auf 94,0 Millionen €. Die Position der at Equity bewerteten Beteiligungen sank um 2,4 Millionen € auf 2,5 Millionen € und spiegelt damit ausschließlich den Wertansatz des malaysischen Joint Ventures PCG PCC Oxyalkylates Sdn. Bhd. wieder. Darüber hinaus enthält die Bilanzposition die anteilige Ergebniszurechnung des thailändischen Joint Ventures IRPC Polyol Company Ltd. sowie des russischen Gemeinschaftsunternehmens OOO DME Aerosol. Sofern aufgelaufene Verluste den Equity-Wertansatz übersteigen, wird dieser mit einem fortgeschriebenen Equity-Wertansatz von null geführt. Zum Stichtag des abgelaufenen Geschäftsjahres aufwar dies sowohl bei der OOO DME Aerosol als auch bei der IRPC Polyol Company Ltd. der Fall.

Die kurzfristigen Vermögenswerte beliefen sich zum Bilanzstichtag auf 295,3 Millionen €, 73,9 Millionen € unter Vorjahr. Dabei war beim Vorratsvermögen ein Rückgang um 21,5 Millionen € auf 100,3 Millionen € zu verzeichnen. Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus der vorübergehenden Stilllegung der Siliziummetall-Produktion auf Island, einhergehend mit einem Abbau der Vorräte. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verharrten bei 105,3 Millionen € auf Vorjahresniveau. Trotz des gesunkenen Umsatzes im Gesamtjahr sehen wir leichte Verlängerungen bei Zahlungszielen, was zu dieser Entwicklung führt. Die übrigen Forderungen und sonstigen Vermögenswerte verringerten sich von 38,4 Millionen € zum Bilanzstichtag des Vorjahres auf 29,4 Millionen € zum 31. Dezember 2025. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente reduzierten sich aufgrund des rückläufigen Cashflows aus operativer Geschäftstätigkeit und der Verlustfinanzierung um 42,4 Millionen € oder 42,6 % auf 57,1 Millionen €. In der Bilanzposition Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente waren zum 31. Dezember 2025 mit 2,5 Millionen € (Vorjahr: 3,5 Millionen €) nicht zur freien Verfügung stehende Mittel enthalten. Diese entfielen nahezu vollständig auf bereits bereitgestellte Mittel für Investitionsprojekte.
Finanzlage
Das Eigenkapital der PCC-Gruppe reduzierte sich um 214,2 Millionen € von 343,1 Millionen € im Vorjahr auf 128,9 Millionen € im abgelaufenen Geschäftsjahr. Diese Entwicklung ist im Wesentlichen auf das negative Konzernergebnis sowie auf den Rückgang der Position Anteile anderer Gesellschafter zurückzuführen. Bei Hybridkapital handelt es sich um einen Eigenkapitaltitel der Tochtergesellschaft PCC BakkiSilicon hf., Húsavík (Island). In Übereinstimmung mit IAS 32 wird dies als Eigenkapital klassifiziert, denn es besteht weder eine vertragliche Verpflichtung zur Rückzahlung des Nominalbetrags noch zur Zahlung eines Zinses. Die Rückzahlung ist vielmehr an Bedingungen geknüpft, die abhängig sind von der Entscheidung des Managements der Gesellschaft über Ausschüttungen an die Anteilseigner. Sobald Beschlüsse über Ausschüttungen an diese gefasst werden, wird auch eine anteilige Bedienung des Hybridkapitals erfolgen.

Bei der Position Gewinnrücklagen / Sonstige Rücklagen war im Wesentlichen bedingt durch das negative Konzernergebnis ein Rückgang um 138,2 Millionen € auf 67,7 Millionen € zu verzeichnen. Die Anteile anderer Gesellschafter reduzierten sich um 66,6 Millionen € auf – 8,1 Millionen €. Dieser Rückgang resultiert im Wesentlichen aus dem Verlustanteil, der auf Minderheiten entfällt. Die sonstigen Eigenkapitalposten verringerten sich um 9,4 Millionen € auf – 14,4 Millionen €, vor allem infolge ergebnisneutraler Differenzen aus Währungsumrechnungen. Die Neubewertung leistungsorientierter Pensionsverpflichtungen zum Stichtag führte dagegen zu keiner nennenswerten absoluten Veränderung im Vergleich zum Vorjahr. Aufgrund der Bewertung der nicht konsolidierten PCC Organic Oils Ghana Ltd., Accra (Ghana), zum beizulegenden Zeitwert ergibt sich eine positive Wertveränderung von 0,3 Millionen €, die ebenfalls in den sonstigen Eigenkapitalpositionen ausgewiesen ist. Die Eigenkapitalquote reduzierte sich aufgrund der genannten Effekte von 21,4 % im Vorjahr auf 8,9 % im Berichtsjahr.

Die langfristigen Investitionen sind mit langfristigem Fremdkapital finanziert. Die langfristigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten erhöhten sich zum 31. Dezember 2025 um 6,9 % auf 948,0 Millionen € (Vorjahr: 887,0 Millionen €). Dies resultiert im Wesentlichen aus dem Anstieg bei den langfristigen Finanzverbindlichkeiten, welche sich um 60,9 Millionen € oder 7,7 % im Vergleich zum Vorjahr erhöhten. Die passiven latenten Steuern verringerten sich auf 15,6 Millionen € (Vorjahr: 18,5 Millionen €). Die sonstigen Verbindlichkeiten erhöhten sich um 1,4 Millionen € oder 1,9 % auf 73,5 Millionen €.

Bei den Anleiheverbindlichkeiten tilgte die Holdinggesellschaft PCC SE im Jahresverlauf 2025 vier Anleihen mit einem Volumen von insgesamt 90,4 Millionen € vollständig und fristgerecht (Vorjahr: 126,0 Millionen €). Im Berichtsjahr wurden fünf Anleihen neu aufgelegt. Das insgesamt platzierte Emissionsvolumen belief sich auf 118,9 Millionen € (Vorjahr: 157,4 Millionen €). Diese Mittel wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr für Investitionen in bestehende Beteiligungen und laufende Projekte sowie zur teilweisen Refinanzierung der im Geschäftsjahr 2025 fälligen Verbindlichkeiten eingesetzt. Neben der PCC SE, deren Anleihen auf Euro lauten, begeben auch weitere Konzerngesellschaften Anleihen. Die in polnischen Złoty emittierten Anleihen der PCC Rokita SA und der PCC Exol SA hatten zum Stichtag des Geschäftsjahres 2025 einen Wert von umgerechnet 23,5 Millionen € (Vorjahr: 45,2 Millionen €). Die nicht ausgenutzten verbindlich zugesagten Kreditlinien innerhalb der PCC-Gruppe betrugen zum Stichtag 156,4 Millionen € (Vorjahr: 144,9 Millionen €).

Die kurzfristigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten erhöhten sich um 4,3 Millionen € oder 1,1 % auf 379,2 Millionen €. Dabei erhöhten sich die Steuerverbindlichkeiten um 0,3 Millionen € auf 4,7 Millionen €. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen verringerten sich um 3,5 Millionen € oder 3,2 % auf 105,6 Millionen €. Die Finanzverbindlichkeiten, die innerhalb der kommenden zwölf Monate fällig sind, erhöhten sich um 16,1 Millionen € auf 184,4 Millionen €. Die sonstigen Verbindlichkeiten verringerten sich um 2,4 Millionen € auf 53,1 Millionen €.

Die lang- und kurzfristigen Rückstellungen für Pensionen und pensionsähnliche Verpflichtungen sowie die sonstigen Rückstellungen verringerten sich um 4,6 Millionen € auf 39,5 Millionen €.

Die Nettofinanzverbindlichkeiten des PCC-Konzerns erhöhten sich im abgelaufenen Geschäftsjahr um 119,3 Millionen € oder 13,9 % auf 979,4 Millionen €. Dazu trug neben der Aufnahme von Fremdfinanzierung für Investitionen auch der Rückgang beim Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten bei. Aufgrund des gesunkenen Ergebnisses vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) verschlechterte sich das Verhältnis zwischen Nettofinanzverbindlichkeiten und EBITDA von 9,8 auf 12,0. Unser Ziel, diese Kennzahl auf einen Wert von unter 5,0 zu steuern, wurde damit nicht erreicht.
In der Gesamtschau beurteilt die Unternehmensleitung die Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Geschäftsjahr 2025 in einem weiterhin stark geopolitisch angespannten und makroökonomisch herausfordernden Umfeld als nicht zufriedenstellend. Die Geschäftsentwicklung der PCC-Gruppe verlief in einigen Segmenten – wie zum Beispiel Tenside & Derivate – außerordentlich erfolgreich. Durch die jüngsten Investitionen in neue Produktionskapazitäten, die wir 2025 in Betrieb genommen haben, konnten wir den Absatz in diesem resilienten Geschäftsbereich steigern. Davon soll dieses Segment auch bei einer sich erholenden Wirtschaftslage überproportional profitieren. Das Geschäftsfeld Intermodaler Transport behauptete auch 2025 seine Marktführung, gemessen an der Transportleistung, in Polen. Das Geschäftsfeld Siliziummetall konnte aufgrund von signifikantem Marktpreisverfall seinen Geschäftsbetrieb nicht aufrechterhalten und stellte diesen im Sommer 2025 temporär ein. Das Ziel, die Anlage wieder anzufahren, hängt im Wesentlichen von der Erholung der Marktpreise sowie der politischen Unterstützung zur Sicherung der europäischen Siliziumproduktion ab. Sollte dies unterbleiben, kann auch eine vollständige Einstellung des Geschäftsbetriebs nicht ausgeschlossen werden. Konzernweit belasteten die hohen Fixkosten zum Beispiel für Personal oder externe Dienstleister das EBITDA. Unsere Erwartung, den Umsatz im Geschäftsjahr 2025 um 5 % bis 10 % zu steigern, ließ sich aus den beschriebenen Gründen nicht realisieren. Und auch die Prognose einer Steigerung des EBITDA um circa 40 % bis 50 % vor Sondereffekten konnte nicht erreicht werden. Beides wurde vor allem bedingt durch das weiterhin schwache Wirtschaftswachstum sowie die temporäre Stilllegung der Siliziummetall-Produktion in Island. Außerplanmäßige Wertminderungen waren hierbei nicht eingeplant. Der Plan, mit nahezu voller Kapazität zu produzieren und damit auch die Verluste des Vorjahres zu reduzieren, konnte infolgedessen nicht erfüllt werden. Weitere Preisrückgänge im Segment Chlor & Derivate für Chlornebenprodukte führten zu Ergebnisrückgängen. Bereinigt um die deutlichen Verluste im Segment Silizium & Derivate, die außerplanmäßigen Abschreibungen auf stillgelegte Anlagen und die Siliziummetall-Anlage sowie die negativen bewertungsbedingten Währungskurseffekte wären dennoch positive Ergebnisse auf allen Ergebnisebenen erzielbar gewesen. Letztlich wurde jedoch ein Verlust im dreistelligen Millionenbereich verbucht.