(19) Immaterielle Vermögenswerte
(20) Sachanlagen
(21) Nutzungsrechte
(22) Langfristige finanzielle Vermögenswerte
(23) Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte
(24) Vorratsvermögen
(25) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
(26) Übrige Forderungen und sonstige Vermögenswerte
Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestanden zum 31. Dezember 2025, wie im Vorjahr, in voller Höhe mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Darunter sind Forderungen gegen verbundene, nicht konsolidierte Unternehmen zu verstehen. Weitere Informationen finden sich im Kapitel über nahestehende Unternehmen in Abschnitt (39) erläutert. Es handelt sich weitestgehend um
Darlehensforderungen gegen Projektgesellschaften. Zum 31. Dezember 2025 bestehen keine Wertminderungen auf Forderungen gegen verbundene Unternehmen (Vorjahr: 6,5 Millionen €).
(27) Eigenkapital
Die Gewinnrücklagen und sonstigen Rücklagen umfassen die in der abgelaufenen Periode erzielten Ergebnisse der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochtergesellschaften, soweit sie nicht verwendet wurden. Der auf den Konzern entfallende Anteil am Konzerngesamtergebnis des Vorjahres in Höhe von – 23,3 Millionen € ist als Ergebnisvortrag in den Gewinnrücklagen ausgewiesen. Im Geschäftsjahr 2025 erfolgte aus den Ergebnisvorträgen der PCC SE eine Ausschüttung an den Gesellschafter der PCC SE in Höhe von 1,65 Millionen € (Vorjahr: 5,5 Millionen €). Dies entspricht einer Dividende je Aktie in Höhe von 0,33 € (Vorjahr: 1,10 €). In den sonstigen Eigenkapitalposten werden Differenzen aus der Währungsumrechnung ausgewiesen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr verringerten diese das Konzerneigenkapital um 9,8 Millionen € auf insgesamt – 14,4 Millionen € (Vorjahr: – 5,0 Millionen €). Die Entwicklung der
ergebnisneutral im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen
ist in der abgebildeten Tabelle dargestellt.
(28) Anteile anderer Gesellschafter
Der im Konzerneigenkapital am 31. Dezember 2025 ausgewiesene Anteil der nicht beherrschenden Gesellschafter beträgt – 8,1 Millionen € und ist damit um 66,6 Millionen € geringer als zum Vorjahresstichtag. Tochterunternehmen mit wesentlichen nicht beherrschenden Anteilen sind in verschiedenen Segmenten der PCC-Gruppe tätig. Angaben zum Gesellschaftsnamen, zum Sitz der Gesellschaft und zu Kapitalanteilen für Tochterunternehmen mit wesentlichen nicht beherrschenden Anteilen enthält die Anteilsbesitzliste gemäß § 313 Abs. 2 HGB in Abschnitt (44). Es liegen keine wesentlichen Restriktionen vor, die über die üblichen gesellschaftsrechtlichen und vertraglichen Regelungen hinausgehen.
(29) Hybridkapital
(30) Rückstellungen für Pensionen und pensionsähnliche Verpflichtungen
(31) Sonstige Rückstellungen
(32) Finanzverbindlichkeiten
(33) Sonstige Verbindlichkeiten
(34) Latente Steuern
(35) Zusatzangaben zu Finanzinstrumenten
Eine Steuerung der Zins- und Währungsrisiken sowie der Ausfallrisiken erfolgt in Zusammenarbeit der konzernleitenden Holding mit den einzelnen Tochterunternehmen. Die Steuerung von Rohstoffpreisrisiken erfolgt durch die jeweiligen operativen Einheiten, die Steuerung der Liquidität liegt hingegen bei der Holding.
Marktrisiken
Währungsrisiken: Änderungen von Wechselkursen können zu Wertverlusten bei Finanzinstrumenten sowie zu nachteiligen Veränderungen künftiger Zahlungsströme aus geplanten Transaktionen führen. Währungsrisiken aus Finanzinstrumenten resultieren aus der Umrechnung von finanziellen Forderungen, Ausleihungen, Wertpapieren, Barmitteln und finanziellen Verbindlichkeiten zum Stichtagskurs in die funktionale Währung der jeweiligen Gesellschaften. Konkret entstehen Währungsrisiken sowohl auf der Einkaufsseite durch den Bezug von Rohstoffen als auch auf der Verkaufsseite durch den Absatz von Endprodukten. Eine potenzielle Veränderung des polnischen Złotys um 10 % hätte eine Auswirkung auf Eigenkapital und Jahresergebnis in Höhe von 0,3 Millionen € (im Vorjahr ebenfalls 0,3 Millionen €). Eine Kursänderung des US-Dollars um ebenfalls 10 % würde diese Positionen um 0,2 Millionen € (Vorjahr: 0,1 Millionen €) verändern.
Zinsänderungsrisiken: Diese Risiken bestehen aufgrund von potenziellen Änderungen des Marktzinses und können bei festverzinslichen Finanzinstrumenten zu einer Änderung des beizulegenden Zeitwerts und bei variabel verzinslichen Finanzinstrumenten zu Zinszahlungsschwankungen führen. Eine potenzielle Veränderung der Zinssätze um 100 Basispunkte hätte eine Auswirkung in Höhe von 6,0 Millionen € auf Eigenkapital und Jahresergebnis der Gruppe (Vorjahr: 5,2 Millionen €).
Rohstoffpreisrisiken: Diese Risiken resultieren aus Marktpreisveränderungen bei Rohstoffeinkäufen und -verkäufen sowie bei Strom- und Gaseinkäufen. Für die allgemeine Risikosituation der PCC-Gruppe sind die Verfügbarkeit sowie die Preisabhängigkeit von relevanten Rohstoffen sowie Vor- und Zwischenprodukten von großer Bedeutung. In diesem Kontext ist die Abhängigkeit wichtiger Rohstoffpreise von Wechselkursen und Börsennotierungen zu nennen, insbesondere bei petrochemischen Rohstoffen. Preisvolatilitäten werden unter anderem durch die Vereinbarung von Preisgleitklauseln mit Lieferanten und Kunden ausgeglichen. Des Weiteren werden Rohstoffpreisrisiken durch international ausgerichtete Einkaufsaktivitäten gemindert. Rückwärtsgerichtete Integrationen entlang der Wertschöpfungskette beziehungsweise entlang der Produktionsstufen in den Chemiesegmenten sorgen zusätzlich für ein höheres Maß an Unabhängigkeit bei der Beschaffung von Rohstoffen und reduzieren das Risiko. Das Rohstoffhandelsgeschäft im Segment Handel & Services ist zum Teil starken Preisschwankungen ausgesetzt.
Ausfall- oder Bonitätsrisiken
Ausfall- oder Bonitätsrisiken bestehen, wenn Vertragspartner ihren vertraglichen Verpflichtungen nicht nachkommen. Auf der Basis einer kontinuierlichen Beobachtung der Kreditwürdigkeit der wesentlichen Schuldner werden entsprechende Kreditlimits eingeräumt. Aufgrund der internationalen Tätigkeit und der diversifizierten Kundenstruktur der PCC-Gruppe liegt keine wesentliche regionale oder festverzinsligeschäftsbereichsspezifische Konzentration von Ausfallrisiken vor. Bei der Auswahl der kurzfristigen Kapitalanlagen werden verschiedene Sicherungskriterien zugrunde gelegt (zum Beispiel Rating, Kapitalgarantie oder Sicherung durch den Einlagensicherungsfonds). Aufgrund der Auswahlkriterien sowie der laufenden Überwachung der Kapitalanlagen sieht die PCC-Gruppe kein unberücksichtigtes Ausfallrisiko in diesem Bereich. Die in der Bilanz ausgewiesenen Beträge der finanziellen Vermögenswerte stellen grundsätzlich das maximale Ausfallrisiko dar. Im Rahmen eines Forderungs- und Kreditmanagements sowie des Working-Capital-Managements mit Verantwortlichkeit auf operativer und Konzernebene werden solche Risiken regelmäßig beobachtet und analysiert. Insgesamt sind Forderungen gegen Kunden in einer Höhe von 69,3 Millionen € (Vorjahr: 68,7 Millionen €) besichert. Finanzielle Vermögenswerte, die weder überfällig noch wertgemindert sind, werden aufgrund der Bonität der Schuldner als einbringlich eingestuft.
Liquiditätsrisiken
Liquiditätsrisiken resultieren aus Zahlungsstromschwankungen. Die laufende Liquidität wird durch ein konzernweit implementiertes Treasury Reporting auf Basis einer IT-gestützten Lösung („Nomentia Treasury Management“, vormals „Treasury Information Platform“) überwacht und gesteuert. In der mittel- und langfristigen Liquiditätsplanung werden Liquiditätsrisiken frühzeitig anhand von Simulationen verschiedener Szenarien erkannt und gesteuert. Eventuelle Irritationen im Marktsegment für Mittelstandsanleihen könnten – zumindest vorübergehend – zu Liquiditätsengpässen führen. Diesem Risiko soll langfristig durch die Erschließung alternativer Finanzierungsquellen auf institutioneller Ebene entgegengewirkt werden. Darüber hinaus wird ständig an der teilweisen Ablösung der den Beteiligungsgesellschaften gewährten Liquiditätsdarlehen durch Bankkredite gearbeitet.
Finanzinstrumente nach Klassen und Kategorien
Bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Forderungen gegen verbundene Unternehmen beziehungsweise gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sowie bei den sonstigen finanziellen Vermögenswerten, Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Verbindlichkeiten gelten aufgrund der kurzen Restlaufzeit die Buchwerte als realistische Schätzung ihrer Fair Values.
Die Zahlungsströme der sonstigen langfristigen finanziellen Vermögenswerte bestehen nur aus Zins und Tilgung, weshalb der Buchwert als realistische Schätzung ihrer Fair Values gilt.
- FAaC = Financial Assets measured at amortized costs, finanzielle Vermögenswerte, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden FLaC = Financial Liabilities measured at amortized costs, Finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden FVtOCI = Fair Value through OCI, erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert FVtPL = Fair Value through profit or loss, erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert